Kerosin ablassen (Foto: SWR, SWR)

"Fuel Dumping" über Rheinland-Pfalz Politiker fordern schnelles Kerosin-Gutachten

Nach der Verschiebung des Gutachtens über die Folgen des Notablassens von Flugzeug-Benzin fordert Umweltministerin Höfken (Grüne) mehr Tempo. Politiker von CDU und SPD äußerten sich ähnlich.

"Wir wollen wissen, was für Auswirkungen der Kerosinablass hat auf den Boden, die Biodiversität und die menschliche Gesundheit", teilte Ulrike Höfken am Donnerstag mit. "Uns ist wichtig, dass die Ergebnisse schnellstmöglich vorliegen, um gegebenenfalls weitere Schlussfolgerungen auf Bundes- und Landesebene daraus ziehen zu können."

"Die Menschen warten auf Antworten."

Christian Baldauf, CDU

Auch SPD-Landtagsfraktionschef Alexander Schweitzer zeigte sich enttäuscht. Die Menschen im Pfälzerwald, in Eifel und im Hunsrück bauten darauf, dass rasch klar sei, was über ihren Köpfen passiere. Ähnlich äußerte sich der CDU- Fraktionsvorsitzende Christian Baldauf.

"Fuel Dumping" vor allem im Süden des Landes

Flugzeuge lassen in Notlagen Treibstoff ab, um mit weniger Gewicht sicher zu landen. Die Flugsicherung teilt ihnen Gebiete zu. Das "Fuel Dumping" (Treibstoff ablassen) ist vor allem ein Problem im südlichen Rheinland-Pfalz. Von 20 Kerosin-Ablässen zwischen dem 1. Januar und dem 22. Oktober entfielen sieben auf diese Region, wie aus Zahlen des Luftfahrtbundesamtes hervorgeht.

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19:30 Uhr
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SWR Fernsehen RP

Grund dafür waren bei knapp der Hälfte der Fälle technische Probleme, beim Rest fehlten Angaben. Die größte Menge waren 92 Tonnen Kerosin Ende Juli über dem südlichen Rheinland-Pfalz.

Gutachten kommt frühestens 2019

Eigentlich wollte das Umweltbundesamt das Gutachten bei der derzeit stattfindenden Umweltministerkonferenz vorlegen. Weil wissenschaftliche Grundlagenarbeiten fehlten, wird es allerdings frühestens im kommenden Jahr fertig.

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