Schüler demonstrieren vor dem Mainzer Hauptbahnhof (Foto: SWR, G. Schlenk)

"Fridays for Future" in Rheinland-Pfalz Demo statt Schule

Mehr als 1.000 Schüler, Studenten und Auszubildende haben heute im Land die Schule geschwänzt, um für eine bessere Klimapolitik zu demonstrieren. Die Kampagne "Fridays for Future" fand unter anderem in Trier, Kaiserslautern und Mainz statt.

Die Kampagne wurde ursprünglich von einer schwedischen Schülerin ins Leben gerufen. Die 16-jährige Greta Thunberg geht seit Monaten freitags nicht mehr in die Schule, sondern demonstriert stattdessen vor dem schwedischen Parlament. Auch in Zweibrücken und Landau beteilitgen sich Schüler, Auszubildende und Studenten an der Aktion "Fridays for Future".

Dauer

Die Teilnehmer wollten so auf die Bedrohung des Klimawandels aufmerksam machen und forderten einen Stopp des Kohleabbaus. Sie warfen der Politik vor, nicht genug zu tun, um die Klimakrise aufzuhalten. In Mainz forderten sie zudem einen besseren öffentlichen Nahverkehr und mehr Grünflächen. Auf den Protestmärschen machten die Schüler an verschiedenen Schulen Halt und warben für ihre Sache. Dabei skandierten sie Losungen wie "Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut" und zeigten Plakate mit Aufschriften wie "Grünkohl statt Braunkohle" oder "Weniger Asphalt, mehr Wald".

Für Klimaschutz Streikende Schüler in Landau (Foto: SWR, Birgit Baltes)
Für den Klimaschutz auf die Straße: Vor allem die Schülerdemos lenkten in den vergangenen Monaten die Aufmerksamkeit auf das Thema. Auch in Landau fanden bereits Fridays for Future-Demos statt. Birgit Baltes

Auf der Internetseite des Bündnisses heißt es, heutige Schüler seien die letzte Generation, die den katastrophalen Klimawandel noch verhindern könnten. Demnach machen weltweit tausende Schüler mit und demonstrieren, statt in die Schule zu gehen.

Unentschuldigtes Fehlen

Das rheinland-pfälzische Bildungsministerium teilte mit: Engagement für den Klimaschutz sei begrüßenswert. Weil es sich aber bei den Demonstrationen nicht um schulische Veranstaltungen handle, müssten die Schüler mit einem Eintrag wegen unentschuldigten Fehlens rechnen. Weder Ministerium noch die Schulaufsichtsbehörde ADD konnten am Freitag mitteilen, ob der Schulbetrieb irgendwo im Land aufgrund der Proteste ernsthaft beeinträchtigt wurde.

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