Ehemann soll Frau getötet haben Polizei findet Knochen auf Flörsheimer Mülldeponie

Einen 20.000 Tonnen großen Schlackeberg aus verbrannten Müllresten hat die Polizei durchsucht - und menschliche Knochen gefunden. Die Staatsanwaltschaft bestätigt: es sind Überreste einer vermissten Frankfurterin.

Mülldeponie von Flörsheim-Wicker bei Frankfurt (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Der Rhein-Main-Deponie-Park in Flörsheim-Wicker. Picture Alliance

Die 43-jährige Frau wurde seit Oktober vermisst. Die Polizei vermutet, dass ihr Ehemann sie getötet hat. Im Zuge der Ermittlungen hatten sich Hinweise ergeben, dass ihre Überreste in den Müllkreislauf gelangt sind. Daraufhin hatten die Ermittler auf der Mülldeponie in Flörsheim-Wicker nach ihren sterblichen Überresten gesucht.

Laut Frankfurter Polizei haben vergangene Woche jeweils sechs Beamte von früh bis spät im Schichtdienst auf der Deponie ermittelt. Sie durchsuchten den verbrannten Müll, der über Rüttelbänder läuft.

Tatsächlichen haben die Polizisten nun Menschenknochen gefunden, wie die Frankfurter Staatsanwaltschaft am Montag mitteilte. DNA-Untersuchungen bestätigten: Es handelt sich um Knochen der vermissten Frau.

Ehemann unter Verdacht

Der Ehemann der Frau wurde bereits im November festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Ihm wird vorgeworfen, seine Frau in der Nacht zum 24. Oktober in der gemeinsamen Wohnung getötet zu haben.

Der Verdacht gegen ihn gründet sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft auf seine widersprüchlichen Angaben und auf Blutspuren, die in der gemeinsamen Wohnung gesichert werden konnten. Gestanden hat er die Tat bisher nicht.

Die Mülldeponie von Flörsheim-Wicker liegt 15 Kilometer Luftlinie von Mainz entfernt. Auf der Deponie werden Überreste des Mülls gelagert, der zuvor in Frankfurt, Darmstadt oder Mainz verbrannt wurde. Hier werden noch einmal beispielsweise Metallteile aussortiert und die Schlacke dann deponiert.

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