Polizeiwagen (Foto: Thinkstock)

Feuer als Ablenkungsmanöver Unbekannte versuchen Geldautomaten in Bingen zu sprengen

Erst brennen Mülltonnen, dann geht die Alarmanlage in einer Bankfiliale los: In Bingen haben Unbekannte am frühen Mittwochmorgen versucht, einen Geldautomaten zu sprengen - ohne Erfolg.

Gegen 3:30 Uhr am Mittwochmorgen hatten Zeugen die Feuerwehr alarmiert. Sie hatten beobachtet, wie drei Personen auf der Mainzer Straße entlang des Rheins in Bingen Mülltonnen in Brand setzten. Laut Polizei gingen insgesamt acht solcher Tonnen in Flammen auf.

Täter fliehen ohne Beute

Wenig später ging in einer nahegelegenen Filiale der Commerzbank der Alarm los, außerdem meldeten Zeugen Rauch in der Bank. Als die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr eintrafen, stellten sie fest, dass der Geldautomat aufgehebelt wurde. Die Täter ließen Brecheisen und Klebeband zurück. Der Automat sei aber nicht explodiert. Die Unbekannten flohen in einem blauen Kleinwagen in Richtung autobahn.

Feuer als Ablenkungsmanöver

Nach bisherigen Erkenntnissen geht die Polizei davon aus, dass die Täter die Mülltonnen angezündet haben, um von der geplanten Sprengung des Gedlautomaten abzulenken. Allerdings seien sie in der Bankfiliale von Zeugen gesehen worden. Daraufhin hätten sie ihr Vorhaben abgebrochen, sodass es nicht zu der Sprengung gekommen sei.

Profis am Werk

Die versuchte Geldautomatensprengung in Bingen ist die elfte Tat dieser Art in diesem Jahr in Rheinland-Pfalz. Die Taten werden laut Polizei hauptsächlich von gut organisierten und professionell agierenden Gruppen aus dem Ausland begangen. Es habe aber auch schon Nachahmungstäter gegeben.

Die Ermittlungen werden für Rheinland-Pfalz zentral beim Polizeipräsidium Mainz geführt.

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