Die Ingelheimer Autofähre liegt unbeladen am Ufer. (Foto: SWR, L. Gather)

Besuch bei Fährunternehmer in Ingelheim Fähren im Rhein schrammen schon den Grund

Noch fahren die Fähren in Rheinhessen. Wie lange Autofahrer und Fußgänger über den Rhein übersetzen können, ist allerdings unklar. Wegen der anhaltenden Trockenheit ist auf so mancher Fähre Millimeterarbeit gefragt.

Fährunternehmer Michael Maul schaut mit ziemlich besorgtem Blick von seiner Fähre aus auf den Rhein bei Ingelheim, genau genommen auf den Grund des Rheins. Dieser ist deutlich zu erkennen. Für ihn als Fährkapitän bedeutet das, dass er beim Übersetzen aufpassen muss, dass die Fähre nicht aufsetzt oder den Grund streift. Kies und Sand könne das Schiff zwar mal aushalten, gut sei das für das Material aber nicht.

Michael Maul schaut mit besorgtem Blick von seiner Fähre aus in den Rhein. (Foto: SWR, L. Gather)
L. Gather

Auf dem Weg von Ingelheim in Rheinhessen rüber nach Oestrich-Winkel im Rheingau-Taunus-Kreis ruckelt es immer mal wieder. Steine werden aus dem Flussbett durch den Schiffspropeller angesogen. Das erzeugt ein Rumpeln und verursacht Schäden. Diese müssen nach dem Niedrigwasser behoben werden - das kostet das Unternehmen nach eigenen Angaben etwa 10.000 Euro.

Fährunternehmer wünscht sich Regen

Ein solches Niedrigwasser habe er zum letzten Mal nach dem Jahrhundertsommer 2003 erlebt, erzählt Michael Maul. Auch da konnte man den Grund des Rheins sehen. Bei Ingelheim habe der Rhein aktuell vielleicht noch eine Tiefe von etwa 1,50 Meter. Sollte der Wasserstand weiter sinken, will Michael Maul noch in dieser Woche eine so genannte Flachwasserfähre zu Wasser lassen. Dieses Schiff kann noch übersetzen, wenn der Rhein nur noch einen halben Meter Tiefgang hat. Der Fährunternehmer hofft daher, dass es einfach mal zwei bis drei Tage am Stück regnet.

STAND