Ein Mann in Handschellen (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / Uli Deck/dpa, Symbolbild)

Essen vergiftet Rüdesheimer wegen versuchten Mordes festgenommen

Ein 48-jähriger Mann soll versucht haben, eine Familie aus Rüdesheim (Rheingau-Taunus-Kreis) zu vergiften. Der Verdächtige saß wegen eines ähnlichen Verbrechens bereits im Gefängnis.

Der Mann aus Rüdesheim ist nach Angaben der Polizei in der vergangenen Woche festgenommen worden. Er soll Lebensmittel einer Rüdesheimer Familie mit einer giftigen Substanz versetzt haben, um sie zu töten. Warum, darüber geben die Ermittler von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft bislang keine Auskunft.

Mehrere Vorfälle in den letzten Monaten

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei gab es seit November vergangenen Jahres verschiedenen Vorfälle, mit denen Mitgliedern der dreiköpfigen Familie geschadet werden sollte. So wurden sowohl Fahrzeuge als auch das Haus beschädigt.

Außerdem mussten die beiden Hunde der Familie wegen Vergiftungssymptomen tierärztlich behandelt werden. Diese hatten Lebensmittel gefressen, die auch von Familienmitgliedern hätten gegessen werden können.

Bekannter der Familie

Die Ermittlungen der Polizei führten schließlich auf die Spur des 48-Jährigen. Dabei handelt es sich um einen Bekannten der Familie. Nach der Festnahme wurden unter anderem die Wohnung des Mannes durchsucht. Dabei seien "beweiserhebliche Gegenstände" sichergestellt worden, heißt es in der Mitteilung der Polizei.

Verdächtiger bereits wegen versuchten Mordes in Haft

Der jetzt Festgenommene ist laut Polizei bereits im Jahr 2001 vom Landgericht Memmingen wegen versuchten Mordes zu einer Freiheitsstrafe von mehr als 13 Jahren verurteilt worden. Damals hatte er den Eltern seiner Ex-Freundin Arsen ins Essen gemischt.

Der 48-Jährige sitzt seit der Festnahme in Untersuchungshaft. Er hat sich zu den Vorwürfen bislang nicht geäußert.

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