Schlittschuhe (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Mehr Sicherheit für Schlittschuhläufer Konsequenzen aus Gasaustritt in Eishalle

Der Gasaustritt in der Mainzer Eissporthalle am Wochenende hat Konsequenzen. Das kündigte der Geschäftsführer Milan Nosek dem SWR an.

Nach dem Feuerwehr-Großeinsatz wegen Kohlenmonoxid wolle er die Sicherheit seiner Gäste verbessern, so Nosek. Er kündigte an, in Zukunft Messgeräte für das giftige Gas einzusetzen.

Gasmessgerät soll Gäste schützen

Eine gesetzliche Vorschrift, in Eishallen CO-Messgeräte zu betreiben, gebe es zwar nicht. Aber nach dem Vorfall wolle er dafür sorgen, dass die Eismeister in seiner Halle ein solches Gerät bei sich haben. Dieses gibt Alarm, sobald die Kohlenmonoxid-Werte über einen Grenzwert steigen.

Am späten Samstagabend hatte die Feuerwehr die Eissporthalle geräumt und 150 Gäste in Sicherheit gebracht, da die CO-Werte erhöht waren. Bei sieben Menschen wurde eine erhöhte Konzentration des geruchlosen und giftigen Stoffes im Blut festgestellt. Sie konnten aber nach Hause gehen.

Die erhöhten CO-Werte waren den Mitarbeitern eines Rettungsdienstes aufgefallen. Diese waren ursprünglich gerufen worden, weil ein Gast auf der Eisfläche gestürzt war und sich verletzt hatte. Routinemäßig überprüften sie dabei die Kohlenmonoxid-Werte und stellten die erhöhte CO-Konzentration fest.

Ausgefallene Lüftung Grund für erhöhte Werte

Nosek sagte dem SWR am Sonntag, dass die Lüftung wohl ausgefallen war, kurz nachdem die Eismaschine in Betrieb ging. Durch den Verbrennungsmotor der Maschine sei es dann zu den erhöhten CO-Werten gekommen.

50 Rettungskräfte im Einsatz

Erst nachdem längere Zeit gelüftet wurde, sank die Konzentration wieder auf ein unbedenkliches Niveau. Die Rettungskräfte waren mit etwa 50 Personen bis Mitternacht im Einsatz.

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