Der SPD-Politiker Marcus Held (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Angeklagter SPD-Politiker Held will wieder Wahlkreisbüro in Worms eröffnen

Nachdem die SPD den Mietvertrag für das Wahlkreisbüro ihres umstrittenen Bundestagsabgeordneten Marcus Held in Worms gekündigt hat, hat dieser angekündigt, in Worms bleiben zu wollen.

Held sagte dem SWR, er und sein Team seien aktuell auf er Suche nach geeigneten Räumlichkeiten. Wenn man in Worms nichts finde, werde die Suche auf den gesamten Wahlkreis ausgedehnt. Der ehemalige Oppenheimer Bürgermeister hat sein bisheriges Wahlkreisbüro in Worms vergangene Woche geräumt.

Guth: Wollen Held nicht mehr sehen

Die SPD hatte ihm zuvor den Mietvertrag gekündigt. Der stellvertretende SPD-Fraktionschef im Landtag, Jens Guth, begründete den Schritt unter anderem damit, dass die Staatsanwaltschaft Anklage gegen Held erhoben habe. Damit sei der Moment gekommen, um zu sagen, dass man Held in Worms nicht mehr sehen wolle.

Auch Helds Büro wolle man nicht mehr in der SPD-Geschäftsstelle haben. Dies habe der Vorstand des SPD-Unterbezirks Worms einstimmig beschlossen. Dass Held bereits jetzt ausgezogen sei, komme der Partei sehr entgegen, so Guth.

Dauer

Politisches Comeback angekündigt

Die Staatsanwaltschaft hat den früheren Bürgermeister von Oppenheim wegen Untreue und Betrugs angeklagt. Während der Ermittlungen hatte sich Held für rund eineinhalb Jahre krankgemeldet. Anfang dieses Monats kündigte er sein politisches Comeback an. Dabei teilte er auch mit, sein Wahlkreisbüro in Worms erhalten zu wollen.

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