Blick auf einen Badesee, der durch ein Flatterband der Polizei gesperrt wurde. (Foto: SWR)

Badeunglück bei Rheindürkheim Toter im Rhein bei Worms identifiziert

Die Polizei in Worms hat einen Toten identifiziert. Es handelt sich um den vermissten 39-Jährigen aus Pakistan, der am Samstag im Rhein ertrunken ist. Er soll versucht haben, einen anderen Menschen zu retten.

Der Mann war an der gleichen Stelle in den Rhein gegangen, an der vor über einer Woche bereits zwei Mädchen ertrunken waren. Der 39-Jährige soll versucht haben, einen Jungen zu retten. Dieser war zum Schwimmen in den Rhein gegangen und dann untergegangen, so ein Sprecher der Polizei am Montag.

Der Mann sprang ihm hinterher und wurde dann durch die Strömung unter Wasser gezogen. Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei hatten unter anderem mit Hubschraubern und Booten nach dem Vermissten gesucht. Der Junge konnte sich ans Ufer retten. Die Leiche des Mannes wurde am Montag im Rhein entdeckt. Er war zu Besuch bei Bekannten gewesen, lebte aber nicht in Worms.

Mädchen an gleicher Stelle ertrunken

Erst vor zwei Wochen sind an der gleichen Stelle zwei Mädchen im Rhein ertrunken. Der Körper einer Neunjährigen wurde in Biebesheim im südhessischen Kreis Groß-Gerau im Rhein entdeckt, die 13-Jährige wurde von einem Angler bei Groß-Rohrheim (Kreis Bergstraße) gefunden. Der Leiter der DRK-Rettungswache in Worms weist ausdrücklich darauf hin, dass der Rhein aufgrund der Strömungen nicht zum Schwimmen geeignet ist.

Worms denkt über Warnschilder nach

Worms denkt nun über Warnschilder in bestimmten Uferbereichen nach. "Zumindest im Bereich der Sandbänke im Süden und im Norden - am Zugang zu den Buhnen - könnten allgemeinverständliche Warnschilder sinnvoll sein", sagte Oberbürgermeister Michael Kissel (SPD). Ein generelles Badeverbot hält er aber weder für umsetz- noch für durchsetzbar. "Allein im Wormser Stadtgebiet müssten wir 20 Rheinkilometer kontrollieren." Zudem gehöre der Fluss dem Bund, der dieses Verbot aussprechen und durchsetzen müsste.

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