Baby hält greif Hand von Erwachsenem (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/imageBROKER)

Babys mit nur einer Hand in Gelsenkirchen Mainzer Mediziner zu Fehlbildungen bei Neugeborenen

In Mainz sind Fehlbildungen bei Neugeborenen 26 Jahre lang in einem Register dokumentiert worden. Die Mediziner haben sich deshalb zu den ungewöhnlichen Häufungen solcher Fälle in Gelsenkirchen geäußert.

"Wir können in Mainz ein Stück Stellung dazu nehmen, weil wir seit 1990 bis zum Jahr 2016 ein Fehlbildungsregister betrieben haben," sagte der Direktor des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin, Prof. Fred Zepp.

Zepp sprach am Mittwoch "erstmal nur von einem frühen Signal". Es müsse jetzt untersucht werden, wie stark sich die Befunde der Hand-Fehlbildungen ähnelten und ob es sich tatsächlich um eine Häufung oder nur um zufällige Ereignisse handle. Zugleich forderte er fünf bis sechs regionale Geburtenregister nach Mainzer Vorbild in Deutschland.

Keine Häufung von Fehlbildungen in Rheinhessen

In den rheinhessischen Krankenhäusern sei keine Häufung von Hand-Fehlbildungen festgestellt worden. Auch in den vergangenen zwei, drei Jahren seien solche Fehlbildungen nicht gehäuft aufgefallen. In den mehr als 25 Jahren des Geburtenregisters seien fast 100.000 Neugeborene untersucht und erfasst worden.

Drei Neugeborene mit nur einer Hand in Gelsenkirchen

Im Gelsenkirchener Sankt Marien-Hospital Buer waren in zwölf Wochen drei Kinder mit fehlgebildeten Händen geboren worden. Die Bundesländer wollen bei Krankenhäusern nun abfragen, ob ähnliche Fehlbildungen aufgefallen sind.

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19:30 Uhr
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SWR Fernsehen RP
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