Der Angeklgate wird mit gefesselten Händen von zwei Beamten in den Saal geführt (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Angeklagter im Fall Susanna Zweites Verfahren gegen Ali Bashar hat begonnen

Hat der irakische Asylbewerber in Wiesbaden eine Elfjährige vergewaltigt? Neben dem Mordprozess wegen des Todes der 14-jährigen Susanna aus Mainz, hat das zweite Verfahren gegen Bashar begonnen.

Dem Iraker wird neben der Tötung und Vergewaltigung der Mainzer Schülerin Susanna auch die Vergewaltigung einer Elfjährigen aus Wiesbaden vorgeworfen.

Ali Bashar soll das Mädchen nach Angaben der Staatsanwaltschaft mehrfach vergewaltigt haben - alleine und zusammen mit einem 14-jährigen Afghanen. Laut Anklage wurde das Mädchen in einer Wiesbadener Flüchtlingsunterkunft und ein zweites Mal in der Nähe eines Wiesbadener Supermarktes missbraucht.

Ein junger Mann der sich einen Ordner vor das Gesicht hält (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)
Der ebenfalls angeklagte 14-jährige Afghane Picture Alliance

Spät die Polizei informiert

Das Opfer hatte sich erst Wochen danach seinen Eltern und dann der Polizei offenbart. Die Verhandlung gegen Ali Bashar und seinen Mittäter findet vor der Jugendstrafkammer des Wiesbadener Landgerichts statt. Die Richter haben zu Beginn des Prozesses die Öffentlichkeit ausgeschlossen. "Der Ausschluss ist geboten, um dem Schutzbedürfnis von Angeklagtem und der Zeugin gerecht zu werden", begründete Richterin Annette Honnef am Dienstag im Wiesbadener Landgericht den Schritt. Erst zur Urteilsverkündung im Mai sind Zuschauer und Presse wieder zugelassen.

Eine Gesamtstrafe in beiden Verfahren

Sollte der angeklagte Ali Bashar in beiden Verfahren verurteilt werden, wird die Strafe beider Prozesse in einer Gesamtstrafe zusammengefasst. Wird er im ersten Verfahren wegen Mordes zur Höchststrafe, also zu lebenslanger Haft verurteilt, kann eine mögliche Strafe wegen Vergewaltigung in diesem Prozess die lebenslange Haft aber nicht verlängern.

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