Der alte und neue Oberbürgermeister von Mainz Michael Ebling (SPD) (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Frank Rumpenhorst/dpa)

Vorläufiges Endergebnis der Stichwahl Michael Ebling bleibt Mainzer Oberbürgermeister

Der Sieger der Stichwahl um das Amt des Oberbürgermeisters in Mainz steht fest: Amtsinhaber Michael Ebling von der SPD bleibt Stadtoberhaupt, der parteilose Nino Haase konnte sich nicht durchsetzen.

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Der Sozialdemokrat Michael Ebling erhielt laut des vorläufigen Endergebnisses mit 55,2 Prozent die Mehrheit der Stimmen, der parteilose Nino Haase kam auf 44,8 Prozent. Damit bleibt Ebling Oberbürgermeister von Mainz.

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Ebling freute sich sichtlich über das Ergebnis, sagte, er sei am Wahlabend der glücklichste Mainzer auf dem Planeten. Er werde ordentlich feiern, am 11.11. auf dem Balkon am Schillerplatz stehen und am Dienstag erst wieder "richtig arbeiten".

Der 52-Jährige regiert die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt seit 2012, die neue Amtszeit von acht Jahren beginnt im April 2020. Die SPD stellt bereits seit 70 Jahren den Oberbürgermeister in Mainz.

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Haase: "Es ist wirklich keine Niederlage"

Der unterlegene Kandidat Nino Haase sprach nach dem Wahlergebnis von einem ganz starken Kampf gegen einen sehr gewachsenen Gegner Michael Ebling. Er sei enttäuscht, aber es fühle sich nicht nach einer Niederlage an. Der parteiunabhängige Haase wurde im Wahlkampf von CDU, ödp und Freien Wählern unterstützt. Die Grünen hatten eine Wahlempfehlung für Ebling ausgesprochen.

Stichwahl in Mainz (Foto: SWR)
Nino Haase nach seiner Niederlage im Mainzer Rathaus

Etwa 162.000 Wahlberechtigte waren zur Wahl in Mainz aufgerufen. Einschließlich der Briefwahlstimmen lag die Wahlbeteiligung bei 40,2 Prozent, 5,9 Prozentpunkte höher als bei der Stichwahl vor sieben Jahren. Damals gewann Ebling mit einem Stimmenanteil von 58,2 Prozent gegen den grünen Herausforderer Günter Beck.

So haben die Mainzer Stadtteile gewählt

Ebling konnte sich in 9 von 15 Mainzer Stadtteilen durchsetzen. In der Mainzer Neustadt, einer Hochburg der Grünen, erhielt Ebling mit 67,9 Prozent noch mehr Stimmen als in seinem Heimatstadtteil Mombach (63,5 Prozent). In Marienborn, Lerchenberg, Drais, Hechtsheim, Laubenheim und Weisenau hat die Mehrheit der Wähler Nino Haase ihre Stimme gegeben.

Ebling auch im ersten Wahldurchgang vorne

Eine Stichwahl war nötig geworden, weil im ersten Wahldurchgang keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit auf sich vereinen konnte. Ebling erhielt mit 41 Prozent die meisten Stimmen. Nino Haase kam auf Platz zwei mit 32,4 Prozent der Stimmen. Nicht in die Stichwahl schafften es Tabea Rößner von den Grünen (22,5 Prozent), Martin Malcherek von den Linken (2,8 Prozent) und Martin Ehrhardt von "Die Partei" (1,4 Prozent).

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