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Die Landesvereinigung Unternehmerverbände in Rheinland-Pfalz (LVU) fordert mehr Dynamik beim Ausbau des schnellen Internets. Kritik gibt es an den Plänen der Landesregierung, Solaranlagen zur Pflicht zu machen.

Die Unternehmen sehen dringenden Verbesserungsbedarf bei der Breitbandinfrastruktur im Land. So gebe es zu viele Betriebe, die nicht an das schnelle Internet angeschlossen seien, kritisierte LVU-Präsident Gerhard Braun beim diesjährigen Unternehmertag in Mainz.

Hauptgeschäftsführer Karsten Tacke sprach von einer Diskrepanz zwischen dem, was von der Politik gesagt werde, und dem, was viele Menschen täglich beispielsweise bei ihrer Arbeit im Homeoffice erlebten. Braun begrüßte es, dass es im neu geschaffenen Transformationsministerium nun einen Beauftragten für Informationstechnik und Digitalisierung gebe. "Wir sind zuversichtlich, dass wir endlich die entsprechende Dynamik in den Prozess reinbekommen", sagte er.

Unternehmer in RLP fordern Differenzierung bei Energiewende

Die angestrebte Energiewende kann nach Ansicht der LVU nur mit Hilfe der "Innovationskraft der Unternehmen" gelingen. Die bräuchten dafür politische Unterstützung beispielsweise im Steuerrecht.

Skeptisch bewerteten Braun und Tacke die Absicht der Ampelkoalition, bei gewerblichen Bauten sowie bei Parkplätzen mit mehr als 50 Stellplätzen die Besitzer zur Einrichtung von Solaranlagen zu verpflichten. Eine derartige Vorschrift sei beispielsweise in engen Tälern, in denen kaum die Sonne scheine, unsinnig.

Die LVU hoffe, dass das geplante Landesgesetz da Unterschiede machen werde. "Und an dieser Differenzierung werden wir die Landesregierung messen", erklärten die beiden Verbandsvertreter am Randes des Unternehmertages mit 180 Teilnehmern.

Dreyer will nach Corona Wirtschafts-Herausforderungen angehen

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