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Die Corona-Krise trifft die Pfälzer Winzer unterschiedlich hart. Nach Angaben des Deutschen Weininstituts ist entscheidend, wo der Hauptabsatzmarkt liegt.

Der Verkauf habe sich zu einem Großteil auf den Einzelhandel verlagert. Kunden würden jetzt viel mehr Wein für Zuhause einkaufen, da sie nicht mehr in Gaststätten oder auf Weinfeste könnten. Die Bad Dürkheimer Winzergenossenschaft "Vier Jahreszeiten" beispielsweise setzt bei seiner Vermarktungsstrategie auf Supermärkte.Vertriebsleiter Rüdiger Damian sieht daher bisher keinen wirtschaftlichen Nachteil.

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Die Verlierer der Corona-Krise

Diejenigen, die hauptsächlich die Gastronomie beliefern oder direkt ab Hof verkaufen, hätten jetzt erhebliche Einbußen. Einige dieser Winzer sagten dem SWR, dass sie diese Krise jetzt versuchen durchzustehen. Sie würden aber nicht anfangen, verstärkt ins Online-Geschäft einzusteigen.

Weingut liefert wegen Corona nach Hause

Die Pfälzer Winzerin Andrea Groß vom gleichnamigen Weingut in Meckenheim verkauft Flaschenweine auf Weinfesten oder auf ihrem Hof, sowie an Gäste ihrer Ferienwohnung. Als zweites Standbein verkauft das Weingut Fasswein an weiterverarbeitende Betriebe. Diese Kontakte knüpft Andrea Groß normalerweise auf Messen. Doch zahlreiche Messen wurden schon wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Jetzt versucht das Weingut über instagram und facebook Kunden anzusprechen. Außerdem bietet das Weingut Lieferungen zu den Kunden nach Hause an. Doch jede Altersklasse kann das Weingut so nicht erreichen. Gerade ältere Kunden sind über das Internet nur schwer zu erreichen.

Wirtschaftliche Einbußen durch Covid-19 Corona-Krise trifft Winzer im Südwesten

Wie viele Branchen leiden auch die Winzer unter den Folgen der Corona-Pandemie. Abgesagte Weinfeste und geschlossene Restaurants lassen den Umsatz schrumpfen.  mehr...

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