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Einen Monat lang hat die Produktion im Mercedes-Benz-Werk geruht - weil es nicht genug Aufträge gab. Jetzt gibt es zwar wieder mehr Bestellungen, aber das Unternehmen muss weiter sparen. Was das für die Arbeitsplätze bedeutet, ist noch unklar.

Im Mercedes-Benz-Werk in Wörth sind im ersten Halbjahr 2020 deutlich weniger Lastwagen produziert worden als im gleichen Zeitraum ein Jahr zuvor. Das geht aus den neuesten Quartalszahlen des Daimler-Konzerns hervor.

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Gründe: Sinkende Nachfrage und Corona-Pandemie

Nach Angaben des Standortverantwortlichen in Wörth sank weltweit der Verkauf von Daimler-Lkw im ersten Halbjahr um 38 Prozent auf 150.000 Fahrzeuge. Grund sei neben der gesunkenen Nachfrage vor allem die Corona-Pandemie. Dadurch habe die Produktion in Wörth rund einen Monat ruhen müssen. Mittlerweile gebe es wieder vermehrt Aufträge.

Fallen Arbeitsplätze weg?

Die Corona-Krise halte jedoch an, weswegen die Produktion in Wörth nur schrittweise erhöht werde. Der Daimler-Konzern insgesamt geht davon aus, dass der Absatzrückgang nicht bis zum Ende des Jahres aufgeholt werden kann. Das bedeute, dass das Unternehmen weiter sparen müsse. Beobachter befürchten, dass der Konzern bis zu 20.000 Stellen streichen könnte. In welchem Umfang das Lkw-Werk in Wörth davon betroffen sein wird, ist noch unklar.

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