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Bei der Corona-Sonderimpfaktion an der Universität in Landau war die Nachfrage bislang zurückhaltend. Nach Angaben der Universität wurde nur ein Bruchteil der rund 5.000 Biontech-Impfdosen verabreicht.

Bis einschließlich Montag wurden 1.140 Menschen geimpft. Nach Einschätzung der zuständigen Sachbearbeiterin für Gesundheitsschutz der Uni Landau sollen bis zum Ende der Impfaktion am Dienstagabend nur ein paar hundert Menschen dazukommen. Damit könnten etwa 3.500 Dosen übrig bleiben.

Was passiert mit den übrig gebliebenen Impfdosen?

Wie ein Sprecher des rheinland-pfälzischen Gesundheitsministeriums mitteilt, stehen die übrig gebliebenen Impfdosen dann dem Impfzentrum in Landau zur Verfügung. Sie seien korrekt gelagert mehrere Monate haltbar. Außerdem sei in Landau eine weitere Sonderimpfaktion in Planung.

Gründe für die geringe Nachfrage an Impfdosen

Nach Einschätzung der Vorsitzenden des Allgemeinen Studierendenausschuss, Simone Mangold, liegen die Gründe an der geringen Nachfrage aber nicht alleine an einer "Impfmüdigkeit". "Viele Studierende sind bereits geimpft gewesen - anderen war die Aktion zu kurzfristig, weil sie weit weg wohnten oder sie steckten gerade mitten in den Prüfungen."

Auch Nicht-Studierende wurden geimpft

Laut einer Sprecherin der Hochschule hatte die Nachfrage leicht angezogen, nachdem bekannt geworden war, dass sich an der Uni in Landau nicht mehr nur Studierende, sondern alle Erwachsenen impfen lassen können. Auch Jugendliche ab 16 Jahre hätten das Angebot genutzt. Sie dürften aber nur geimpft werden, wenn sie ein ärztliches Attest vorlegen oder nachweisen, dass sie in sensiblen Bereichen wie in der Pflege oder in der Gastronomie arbeiten.

Die Sonderimpfaktion in Landau war Teil einer Impfkampagne der Landesregierung mit den rheinland-pfälzischen Hochschulen. Sie sollte gezielt junge Erwachsene im Alter von 18 bis 27 Jahren ansprechen. Dafür hatte das Land 30.000 Impfdosen des Herstellers Biontech zur Verfügung gestellt. Die einwöchige Impfaktion fand an den Hochschulstandorten in Kaiserslautern, Koblenz, Landau, Ludwigshafen, Trier und Mainz statt.

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