Corona-Lage spitzt sich zu

Speyer: Weihnachtsmarkt ist geschlossen

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Einer der letzten Weihnachtsmärkte der Pfalz hat an diesem Wochenende endgültig seine Pforten geschlossen. Die Stadt Speyer hat am Freitag noch einmal auf den Ernst der Corona-Lage hingewiesen.

Der Weihnachtsmarkt in Speyer 2021 kurz nach der Eröffnung. (Foto: SWR)
Der Weihnachtsmarkt in Speyer 2021 kurz nach der Eröffnung.

Der Weihnachtsmarkt in Speyer ist ab sofort geschlossen, drei Wochen früher als ursprünglich geplant. Und damit hat er schon länger durchgehalten als viele andere: Bad Bergzabern, Deidesheim, Lambrecht und Haßloch, beispielsweise, haben den Markt gar nicht erst aufgebaut. Neustadt und Landau hatten zunächst geöffnet, haben dann aber aufgrund der Corona-Lage relativ schnell die Reißleine gezogen. Und Speyer? Da wurde zeitweise bei steigenden Inzidenzen laut über ein Alkoholverbot nachgedacht, und vor gut drei Wochen wurde auch schon mal der Abbruch verkündet. Am Ende waren es dann doch immerhin rund vier Wochen Weihnachtsmarkt in der Innenstadt, entzerrt, mit viel Platz zwischen den Buden.

Rücksicht auf die Schausteller

Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD) wollte einen Kompromiss finden, zwischen drängender Corona-Lage und den Schaustellern, die Zeit und Geld in den Speyerer Weihnachtsmarkt investiert hatten: "Für die Schaustellerfamilien war und ist es wichtig, Planungssicherheit zu haben, damit sie sich richten und Waren entsprechend ordern können, ohne immer zu fürchten, dass schon innerhalb weniger Tage Schluss sein könnte", so Seiler vor gut zwei Wochen. Mit der Regelung, den Markt noch bis zum 18. Dezember offen zu halten, hätten die Schausteller und Beschicker noch einige Tage, ihre Waren zu verkaufen.

Nikolaus auf dem Weihnachtsmarkt in Speyer (Foto: SWR)
Bis nächstes Jahr - hoffentlich! Dieser Nikolaus wurde bereits am am 5. Dezember zum Abtransport verladen: Bei der Firma Barth gab es einen Corona-Fall, weswegen die Schausteller-Familie früher als alle anderen die Zelte abbrach.

Corona-Lage spitzt sich zu

Alles andere wäre auch nur schwer zu vermitteln gewesen: Am Freitag hat die Stadt in einem virtuellen Pressegespräch noch einmal darauf hingewiesen, dass die Corona-Situation in Speyer immer problematischer wird: Die Lage in den Krankenhäusern sei angespannt, die Intensivstationen seien ausgelastet und die Notfallversorgung werde zunehmend schwieriger. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Freitag bei 362,6. Am gleichen Tag hat die Stadt mit Impfaktionen an Grundschulen begonnen und an zwei Schulen Kinder von fünf bis elf Jahren geimpft. Kommende Woche soll es an anderen Schulen im Stadtgebiet weitergehen.

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