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Das Unglück nahm am Abend des 6. Februar 1970 seinen Lauf. An der Entladestelle der BASF explodierte ein Tankschiff. Die "VTG Gas 70" setzte weitere Schiffe in Brand.

Bei der Explosion des Duisburger Tankers "VGT Gas 70" starben fünf Menschen. In späteren Dokumenten ist von sechs Toten die Rede. Es wird vermutet, dass eine weitere Person ihren schweren Verletzungen erlegen ist.

Undichte Leitung

Untersuchungen zeigten: Durch ein Leck in einer Leitung floss Propylen-Flüssiggas und entzündete sich. Die Explosion riss ein Loch in die Wand eines Nachbarschiffes. Das wiederum hatte Benzol geladen, das auslief und zwei Mannheimer Benzinschiffe in Brand setzte. Augenzeugen berichten, dass der Rhein damals großflächig in Flammen stand.

Dauer

Lehren aus dem Unglück

Als Konsequenz aus dem Unglück wurde der BASF-Nordhafen so gebaut, dass man ihn abriegeln kann. Künftig sollte es nicht mehr möglich sein, dass sich Benzin oder Gas auf dem Rhein großflächig ausbreiten kann. Diese technische Verbesserung hat bei der Explosion 2016 möglicherweise dazu beigetragen, dass das Unglück nicht noch größer ausfiel.

Lehren wurden bereits nach der Explosion eines Kesselwages auf dem Gelände der BASF 1948 gezogen. Dabei starben 207 Anilinier. Damals wurde auch eine Klinik in der Nähe beschädigt. Deshalb baute man die BGU-Unfallklinik in Oggersheim weit weg von der BASF. In die damals neu errichtete Klinik kamen die Verletzten vom 6. Februar 1970.

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