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In den Hochschulkantinen des Studierendenwerks Vorderpfalz verlieren nach dem Sommersemester 51 Mitarbeiter ihren Job. Schuld daran ist die Corona-Krise.

Nach Angaben des Studierendenwerks sind die Umsätze der Mensen wegen der Corona-Krise um mehr als 96 Prozent eingebrochen. Demzufolge werden in der Landauer Mensa normalerweise 1.200 Essen pro Tag ausgegeben - zurzeit aber nur 45.

Auch andere Mensen betroffen

Ähnlich sieht es laut Studierendenwerk auch an den Hochschul-Standorten in Germersheim, Ludwigshafen und Worms aus. Das größte Problem für die Mensen ist, dass die meisten Studierenden zuhause bleiben, weil die Lehrveranstaltungen online stattfinden.

Arbeitsverträge werden nicht verlängert

Um den Umsatzeinbruch aufzufangen, hatte das Studierendenwerk nach eigenen Angaben seine 90 Kantinen-Mitarbeiter zunächst in Kurzarbeit geschickt. Außerdem habe man die Landesregierung vergeblich um finanzielle Hilfen gebeten. Jetzt bleibe nichts anderes übrig, als die Arbeitsverträge der 51 Mitarbeiterinnen auslaufen zu lassen.

Keine Besserung in Sicht

Auch im Wintersemester rechnet das Studierendenwerk mit Umsatzeinbrüchen, weil in den Hochschulen nur eingeschränkt Lehrveranstaltungen geplant seien.

Andere Situation in Mannheim und Heidelberg

Auch die Studierendenwerke in Mannheim und Heidelberg verzeichnen durch die Corona-Krise drastische Umsatzeinbußen. Trotzdem werden dort zurzeit keine Stellen abgebaut.

Nur wenige Saisonarbeitskräfte

In den Mensen in Mannheim und Heidelberg sind im Gegensatz zu den rheinland-pfälzischen Einrichtungen so gut wie keine befristeten Saisonkräfte beschäftigt. Deshalb habe man auch niemanden entlassen oder Verträge auslaufen lassen müssen, heißt es von Seiten der Studierendenwerke.

Seit März in Kurzarbeit

In Heidelberg arbeiten demnach 560 unbefristete Beschäftigte fürs Studierendenwerk, in Mannheim sind es 240. Ein großer Teil der Mitarbeiter ist seit März in Kurzarbeit. Damit komme man trotz massiver Umsatzeinbußen über die Runden, heißt es von beiden Seiten.

Hoffnung auf Rettungsschirm

Das Heidelberger Studierendenwerk betreibt 21 Cafeterien und Mensen. Davon sind zurzeit nur drei geöffnet. Statt 10.000 Essen pro Woche werden dort seit der Krise nur rund 1.000 verkauft. Ursprünglich hatte das Studierendenwerk für das laufende Jahr mit Erlösen in Höhe von 14,2 Millionen Euro geplant. Mittlerweile geht die Geschäftsführung nach eigenen Angaben davon aus, dass sie sich lediglich auf rund 4,3 Millionen Euro belaufen werden.

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