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In allen Landesimpfzentren in der Vorder- und Südpfalz sagen zurzeit vermehrt Impfberechtigte wegen des Impfstoffs AstraZeneca ihre Termine ab.

In Speyer sind nach Angaben einer Sprecherin vom Freitag an den ersten beiden Impftagen mit dem Vakzin von AstraZeneca von 20 geplanten Impfungen jeweils nur 7 Menschen erschienen. Damit seien 65 Prozent der Impflinge abgesprungen. Das Impfzentrum habe daraufhin die Warteliste abtelefoniert. Viele hätten die Impfung wegen des Impfstoffs AstraZeneca abgelehnt. Dennoch seien alle vorrätigen Dosen verimpft worden.

Wie die Sprecherin mitteilte, haben sich bei der Stadt einige Arztpraxen gemeldet, die den Impfstoff gerne verimpfen würden. Dies sei momentan allerdings noch nicht zulässig, da zuerst alle Menschen mit Priorität 1 geimpft werden müssten.

Viele Absagen wegen Impfstoff AstraZeneca

In Neustadt seien in den ersten Tagen von gut 1.000 Terminen 200 nicht wahrgenommen worden, also rund 20 Prozent. In den Impfzentren in Bad Dürkheim, Schifferstadt, Wörth und Ludwigshafen lag die Abspringer-Quote zwischen 5 und 18 Prozent.

Impfung des Moderna Impfstoffs  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/POOL AP | Michael Sohn)
Frau wird geimpft picture alliance/dpa/POOL AP | Michael Sohn

Allerdings seien die Gründe für die Absagen in den meisten Fällen nicht eindeutig nachvollziehbar. Den Impfzentren wird nicht mitgeteilt, warum die Leute absagen, sagte eine Sprecherin von Frankenthal. So könne es beispielsweise auch sein, dass einige Impflinge ihre Termine aus beruflichen Gründen absagen.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt, den Impfstoff von AstraZeneca aufgrund der derzeit verfügbaren Daten nur an Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren zu verimpfen.

Weniger Absagen bei Biontech-Impfstoff

Beim Biontech-Impfstoff würden deutlich weniger Menschen absagen. Die Städte und Kreise sowie die Krankenhäuser in der Region weisen darauf hin, dass der Impfstoff AstraZeneca laut Robert-Koch-Institut ein sehr guter und wirksamer Impfstoff ist.

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