Unfallstelle von dem tragischen Verkehrsunfall mit drei Toten am 19.09.20 bei Weisenheim am Berg mit Gedenkkreuzen und Kerzen (aufgenommen am 22.09.2020) (Foto: SWR)

Unfall mit drei Toten

Urteil rechtskräftig: Jaguar-Fahrer von Weisenheim am Berg muss ins Gefängnis

STAND

Das Urteil wegen eines tödlichen Verkehrsunfalles in Weisenheim am Berg (Kreis Bad Dürkheim) ist jetzt rechtskräftig. Wie das Landgericht Frankenthal mitteilte, hat die Staatsanwaltschaft ihre Revision gegen das Urteil zurückgezogen.

Die Richter hatten den 29-jährigen Jaguar-Fahrer aus Biblis am 8. Juli wegen fahrlässiger Tötung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Die erhöhte Geschwindigkeit des Jaguar-Fahrers bei Weisenheim am Berg "war kein Versehen, das war Wahnsinn", sagte die Vorsitzende Richterin damals in ihrer Urteilsbegründung.

Richterin den Tränen nahe

Die Vorsitzende Richterin war an einer Stelle der Urteilsbegründung den Tränen nahe, als sie sagte, das Ergebnis eines Unfalls könne kaum grausamer sein. Dennoch betonte sie: Ihr sei bewusst, dass niemals alle mit dem Urteil zufrieden sein würden. Das Strafmaß solle und könne nicht abschreckend wirken. Denn Studien hätten bewiesen, dass härtere Strafen notorische Raser nicht abschreckten.

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Staatsanwaltschaft legte Revision ein

Die Staatsanwaltschaft war bei dem Angeklagten von einem Rennen gegen sich selbst ausgegangen und hatte viereinhalb Jahre Haft gefordert. Die Staatsanwaltschaft wollte mit der Revision eine längere Haftstrafe durchsetzen und zog diese nun wieder zurück. Bei dem Unfall waren im September 2020 zwei Frauen und ein 15 Monate alter Junge ums Leben gekommen. Die Verteidigung hatte auf eine Revision verzichtet.

Hintergründe zum Unfall

Um den genauen Unfallhergang herauszufinden, wurden damals Experten beauftragt. Die Geschwindigkeit beim Aufprall wurde anhand der zerbeulten Autos und der Airbag-Steuergeräte berechnet. Heraus kam, dass der Jaguar drei Sekunden vor dem Aufprall 150 km/h fuhr. Nach Angaben der Gutachter soll der Mitsubishi mit einer Geschwindigkeit von 64 km/h gefahren sein.

Autowrack von tödlichem Unfall bei Weisenheim am Berg (Foto: Privatfoto)
In diesem Wrack starben zwei Frauen und ein Kind Privatfoto

Ein Gutachter sagte damals vor Gericht aus, dass das Auto in dem die beiden Frauen und das Baby saßen, auf Grund der geringeren Masse keine Chance hatte.

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