"Tour de Pflege"

Fahrrad fahren durch die Pfalz gegen Notstand in der Pflege

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Die Arbeitsbedingungen in der Pflege werden immer schwieriger. Einige Pflegende machen mit einer Radtour zu Kliniken in Worms, Ludwigshafen, Frankenthal oder Speyer darauf aufmerksam.

Die "Tour de Pflege" wurde vor einem Monat spontan von Mitarbeitern aus Pflegeberufen ins Leben gerufen. Mit der Tour zu verschiedenen Kliniken und Pflegeheimen soll auf die schlechten Arbeitsbedingungen und den Personalmangel in vielen Einrichtungen aufmerksam gemacht werden.

13 Stationen fahren die Pflegenden an

13 Krankenhäuser sollen auf der "Tour de Pflege" angefahren werden. Am Dienstag waren die Teilnehmer sowohl am Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus in Speyer, als auch vor dem Stadtklinikum Frankenthal.

Insgesamt sind bis zu 25 Teilnehmer mit dem Fahrrad unterwegs. Am Montagmorgen startete die Tour mit 12 Teilnehmern in Mainz, wobei wegen der starken Regenfälle fünf aufgaben, so ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi, die die Aktion unterstützt.

Pflegekräfte sind mit den Fahrrädern unterwegs und werben mit Bannern für bessere Pflege.  (Foto: privat)
Die Teilnehmer am Dienstag vor dem Klinikum in Frankenthal. privat

Gute Resonanz am Klinikum Worms

Erste Station war am Montagvormittag Worms. Vor dem Klinikum konnten die Demonstranten nach Aussage des Verdi-Sprechers rund 40 Pflegekräfte auf die Aktion aufmerksam machen und schon mal für eine große Kundgebung in Mainz im September werben.

Deutlich schlechtere Resonanz an der BGU-Ludwigshafen

Am späteren Montagnachmittag machte die Tour in Ludwigshafen Station. Vor der BG Unfallklinik war die Gruppe geschrumpft. Auch war der Ort für die kleinere Kundgebung deutlich ungünstiger. An dem Parkplatz, wo man stehen durfte, kamen kaum Mitarbeiter der Klinik vorbei.

In einigen Häusern Angst vor Image-Schaden

Nach Angaben des Gewerkschaftssprechers sind einige Krankenhaus-Verantwortliche sehr zugewandt, weil sie die Notsituation anerkennen. Andere hätten wahrscheinlich Angst, dass sie für die schlechte Situation mitverantwortlich gemacht werden.

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