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In der Pfalz sind am vergangenen Wochenende insgesamt drei Menschen bei Badeunfällen ums Leben gekommen. Die tödlichen Unfälle ereigneten sich bei Böhl-Iggelheim, bei Waldsee (Rhein-Pfalz-Kreis) und Germersheim.

Nach Angaben der Polizei entdeckte ein Schwimmer im Niederwiesenweiher zwischen Böhl-Iggelheim und Schifferstadt am Sonntagnachmittag eine leblose Person im See. Die alarmierten Rettungskräfte konnten den 47-Jährigen aus Haßloch jedoch nur noch leblos bergen. Zeugen hatten den Mann laut der Einsatzkräfte noch am Mittag lebend gesehen. Seine Sachen befanden sich am Ufer.

Der Weiher war während der Bergung kurzzeitig gesperrt. Die Kriminalpolizei Ludwigshafen hat die Ermittlungen übernommen. Im Juni 2018 waren im selben Weiher bei Böhl-Iggelheim drei polnische Erntehelfer ertrunken.

Dritter tödlicher Badeunfall an diesem Wochenende

Wie die Polizei erst am Montag mitteilte, war es bereits am Samstagnachmittag bei Waldsee ebenfalls zu einem tödlichen Badeunfall gekommen. Ein 66-Jähriger war in der Schlicht untergegangen. Der Mann habe zunächst gerettet werden können, sei aber später im Krankenhaus verstorben, so die Polizei. Wie genau es zu dem Unglück kam, sei noch unklar und werde derzeit ermittelt.

Bereits am Freitag war bei Germersheim ein 19-Jähriger ums Leben gekommen gekommen. Der Erntehelfer ertrank in einem Baggersee. Die Rettungskräfte waren auch dort mit einem Großaufgebot vor Ort, konnten dem Mann aber auch nicht mehr helfen.

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Kleinkind überlebt Badeunfall im Bostalsee

Ein zweieinhalbjähriges Mädchen hat dagegen einen Badeunfall im saarländischen Bostalsee unweit der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz mit viel Glück überlebt. Zwei US-Soldaten hatten am Sonntag bemerkt, dass ein Kind auf dem Bauch liegend reglos im Wasser trieb. Das schon bewusstlose Kind sei von den beiden aus dem Wasser geholt und der örtlichen DLRG-Rettungswache am See übergeben worden. Nach einer eingeleiteten Herz-Lungen-Wiederbelebung sei das Kind aufgewacht und mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die Polizei am Montag mit. Dort sei es für 24 Stunden überwacht worden und erfreue sich nun bester Gesundheit.

DLRG befürchtet mehr Badetote in diesem Jahr

Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) befürchtet, dass es in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie mehr Badeunfällen geben könnte. Allein an diesem Wochenende seien mehr als zehn Menschen in ganz Rheinland-Pfalz beim Baden ums Leben gekommen, so Simon Nichterlein vom DLRG-Bezirk Vorderpfalz.

Gründe für die häufigeren Unfälle sind laut DLRG, dass viele Menschen in diesem Sommer nicht verreisen und zum Baden vermehrt Gewässer in der Natur aufsuchen. Dort müsse man sich - anders als in den meisten Freibädern - nicht voranmelden und registrieren. Auch würden vermehrt private Swimmingpools gekauft und in Gärten aufgestellt. Man sei sich des Risikos nicht immer bewusst, aber schon in kleinen Becken könnten Kinder ertrinken.

DLRG rät nur an bewachten Stellen zu baden

Die DLRG rät deshalb allen Badegästen, nur in Freibädern oder an Seen schwimmen zu gehen, die bewacht sind. Auch Schwimmhilfen zu verwenden, sei ratsam. Außerdem würden derzeit in der Region weitere Notrufsäulen an Badeseen aufgestellt.

2019 hatte es in Rheinland-Pfalz neun Badetote gegeben. Im Hitzejahr 2018 waren 22 Menschen in Seen, Flüssen, Bächen, Kanälen und Bädern ums Leben gekommen.

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