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Angesichts der Corona-Situation diskutieren zahlreiche Städte der Rhein-Neckar-Region im Moment über das Thema Weihnachtsmärkte. Einige Gemeinden haben ihre bereits abgesagt. Andere wollen Alternativen anbieten.

Weihnachtsmarkt Speyer (Foto: Stadt Speyer)
Der traditionelle Weihnachtsmarkt in der Speyerer Maximilienstraße Stadt Speyer

In Speyer soll es in diesem Jahr statt des traditionellen Weihnachtsmarktes ein kleines Weihnachtsdorf geben. Hintergrund ist die neue Corona-Verordnung, die am Mittwoch in Kraft getreten ist. Nach der neuen Verordnung können Städte entweder ein Weihnachtsdorf aufstellen oder müssen die einzelnen Stände über eine sehr große Fläche verteilen.

Wie eine Stadt-Sprecherin von Speyer mitteilte, plant die Stadt momentan ein kleines Weihnachtsdorf im unteren Domgarten aufzubauen. Dadurch könnten mehr Schausteller am Weihnachtsmarkt teilnehmen als in der Innenstadt. Allerdings müsse das Gelände eingezäunt werden und die Besucher am Eingang ihre Kontaktdatenhinterlassen. Wie viele Gäste sich gleichzeitig im Weihnachtsdorf in Speyer aufhalten dürfen, steht noch nicht fest. Unklar ist auch noch, wann der Weihnachtsmarkt beginnen wird.

Kein Adventsmarkt in Deidesheim

Der Weihnachtsmarkt in Deidesheim fällt in diesem Jahr dagegen aus. Das hat der Stadtrat bereits Anfang September beschlossen. Die Verantwortlichen sind davon überzeugt, dass sich die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln bei großem Andrang nicht einhalten lassen.

Marktplatz in Deidesheim (Foto: Pressestelle, Tourist Service GmbH, Deidesheim)
Der Deidesheimer Advent fand traditionell immer an den vier Adventswochenenden statt Pressestelle Tourist Service GmbH, Deidesheim

Ludwigshafen erarbeitet Weihnachtsmarkt-Konzept

In Ludwigshafen arbeitet man derzeit mehrere Weihnachtsmarkt-Varianten aus. Die Stadt wolle den Schaustellern auf jeden Fall eine Gelegenheit bieten, trotz Corona Geld zu verdienen. Die Schausteller am Berliner Platz klagten bereits im vergangenen Jahr über deutlich weniger Umsatz durch die einsturzgefährdete Hochstraße Süd. Wegen ihr waren die Unterführungen zum Berliner Platz gesperrt und die Bus- und Bahnhaltestellen dort gesperrt. Dadurch sei deutlich weniger Kundschaft gekommen als sonst.

Weihnachtsmarkt in Ludwigshafen (Foto: SWR)
Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Platz in Ludwigshafen

Schwetzinger Weihnachtsmarkt fällt aus

Auch in Schwetzingen wird es in diesem Jahr keinen Weihnachtsmarkt geben. Das teilte die Stadt bereits im Juli mit. Wegen der Corona-Regeln des Landes sei es nicht möglich, den Weihnachtsmarkt auf dem Schlossplatz stattfinden zu lassen. Dorthin waren nach Angaben der Stadt sonst rund 30.000 Besucher pro Wochenende gekommen. Als Ersatz erarbeite man ein Konzept für 24 Aktionen an 24 Orten in der Stadt, das vor allem für die eigenen Bürger gedacht sei.

Auch in Brühl entfällt Weihnachtsmarkt

Bereits im Juni teilte die Gemeinde Brühl mit, dass auch dort der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr ausfalle. Grund sei, dass die Corona-Abstandsregeln rund um die Villa Meixner nicht eingehalten werden können. Da der Weihnachtsmarkt in einer für Viruserkrankungen prädestinierten Zeit liege, wolle man ausschließen, dass der Ort zu einem Hotspot werde.. Durch die frühzeitige Absage hätten auch die Kunsthandwerker Planungssicherheit, da diese speziell für den Markt Objekte fertigen.

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