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Im Hans-Purrmann-Gymnasium in Speyer sind bis zum Freitagabend rund 500 Schüler gegen Corona geimpft worden. Am Rand der Aktion kam es zu Rangeleien.

An der Impfaktion am Speyerer Hans-Purrmann-Gymnasium haben auch Schüler anderer Schulen teilgenommen. Sie stellten sogar die Mehrheit der Impfpatienten.

Proteste, Körperverletzung und Sachbeschädigung

Am Rand der Aktion protestierten etwa 30 Impfgegner. Nach Polizeiangaben wurde ein Mann verletzt, der versucht hatte, Versammlungsteilnehmer zu fotografieren. Er wurde angegriffen. Auch wurde die Scheibe eines Streifenwagens eingeworfen und ein Reifen zerstochen. Die Versammlung wurde aufgelöst.

Ermittlungsverfahren eingeleitet

Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren gegen die Organisatoren der Demonstration eingeleitet, weil die Versammlung mit etwa 30 Teilnehmern nicht angemeldet worden war. Eine Einstweilige Verfügung gegen die Impfaktion hatte das Verwaltungsgericht Neustadt/Weinstraße am Donnerstag zurückgewiesen. Wer die Einstweilige Verfügung veranlasst hatte, teilte das Verwaltungsgericht nicht mit.

Arzt organisiert Sonderimpfaktion

Die Aktion war zusammen mit einem Arzt organisiert worden, der bereits Erfahrung bei zwei anderen offenen Impfaktionen in Speyer gewonnen hatte.

Der Schulleiter des Hans-Purrmann-Gymnasiums Ronny Wolf sagte, er sei glücklich, dass sich auch von anderen Schulen viele Schüler gemeldet hätten. Deshalb gab es eine Nachrückerliste, dort wurden Schüler vor allem aus der Umgebung eingetragen.

Impfung für Kinder und Jugendliche

Geimpft wurden Kinder ab 12 Jahren mit dem Impfstoff von Biontech. Zweittermin ist dann der 30. Juli. Die Aktion sei zusammen mit dem Arzt Professor Haupt organisiert worden, der bereits die beiden offenen Impfaktionen in Speyer auf die Beine gestellt hatte.

Andere Schulen wollen Konzept vielleicht übernehmen

Anmelden konnten sich die Schüler online, das System dafür habe ein Lehrer des Hans-Purrmann-Gymnasiums programmiert. Man wolle es nun auch anderen Schulen zur Verfügung stellen.

Am kommenden Donnerstag wird es eine weitere Impfaktion für Schüler und Schülerinnen an der Berufsbildenden Schule in Speyer geben. Auch dabei dürfen andere Schüler hinzukommen.

Andere Speyerer Schulen hatten überlegt, kommende Woche ebenfalls Impfaktionen anzubieten. Wie der Schulleiter des Gymnasiums am Kaiserdom, Hartmut Loos, dem SWR nun aber mitteilte, werden die anderen Schulen es bis dahin nicht umsetzen können. Wahrscheinlich werde es eine gemeinsame Impfaktion der weiterführenden Schulen in Speyer erst im August geben.

Impfaktion im Internet umstritten - Polizei vor Ort

Die Stadt Speyer hatte die Impfaktion nicht formal genehmigt, aber sie war von Anfang an in die Planungen involviert, und der Stadtvorstand unterstützte die Aktion.

Gegen die Impfaktion hatte sich allerdings vereinzelt auch vor allem im Internet Protest geregt. Wegen Schmähkommentaren in sozialen Netzwerken war von Anfang an auch die Polizei bei der Aktion vor Ort.

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