Speyer

Baufirma muss für in Grube gestürztes Auto zahlen

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Ein Bauunternehmen muss für Schäden haften, wenn es seine Baustelle nicht ausreichend absichert. Das hat das Frankenthaler Landgericht im Fall einer Frau aus Speyer entschieden, die mit ihrem Auto in eine Baugrube gefahren war. Die Straßenbaufirma hatte vor einem Wohnhaus in Speyer einen Graben zwischen Bürgersteig und Straße ausgehoben. Davon betroffen war auch die Ausfahrt einer Tiefgarage. Damit diese Ausfahrt weiter genutzt werden konnte, hatten die Bauarbeiter dort zunächst Stahlplatten über den Graben gelegt. Diese Platten mussten sie an einem Tag aber entfernen, um in dem Graben arbeiten zu können. Eine Hausbewohnerin fuhr wie gewohnt aus der Tiefgaragen-Ausfahrt, ohne zu sehen, dass die Platten fehlten. Sie landete mit den Vorderrädern ihres Pkw in der Baugrube. Die Frankenthaler Richter entschieden jetzt, dass die Baufirma den dadurch entstanden KFZ-Schaden von 6000 Euro ersetzen muss. Die Bauarbeiter hätten den offenen Graben besser sichern müssen, nachdem sie die Stahlplatten entfernt hatten.

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