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Bei einer Sonderimpfaktion in Ludwigshafen waren am vergangenen Wochenende 1.800 Menschen geimpft worden, 700 Impfdosen blieben aber übrig. Mit denen will die Stadt eine zweite Impfaktion starten.

Ludwigshafens Sozialdezernentin Beate Steeg (SPD) sagte dem SWR am Mittwoch, die Stadt wolle die übriggebliebenen 700 Impfdosen bei einer weiteren Sonderimpfung zum Einsatz bringen. Die Aktion sei noch in Planung.

Bei der ersten Sonderimpfung am vergangenen Wochenede in Ludwigshafen waren Bewohner im Stadtteil Hemshof - einem Multikulti-Viertel - aufgerufen, sich impfen zu lassen. Der Stadtteil sei ausgewählt worden, weil Menschen dort sehr beengt lebten, sagte Steeg.

Warum blieb so viel Impfstoff übrig?

Das Land hatte der Stadt für die ursprüngliche Sonderimpfung insgesamt 2.500 Impfdosen zusätzlich zur Verfügung gestellt. Allerdings blieb ein Viertel des Impfstoffes im Ludwigshafener Brennpunktviertel Hemshof mit etwa 18.000 Einwohnern übrig. Wie kann das sein? Wie der Ortsvorsteher des Stadtteils Nord-West, Osman Gürsoy, dem SWR sagte, seien vor der Impfaktion im Stadtteil Gerüchte rund ums Impfen kursiert: Männer könnten von der Corona-Impfung impotent werden, Frauen unfruchtbar. Das habe zur Skepsis beigetragen.

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Sonderimpfung für Menschen in beengten Wohnungen

Wie Sozialdezernentin Beate Steeg (SPD) dem SWR sagte, sei wichtig, dort zu impfen, wo viele Menschen auf engem Raum leben, wie im Stadtteil Nord oder Hemshof. Die Hälfte der Bewohner hat einen Migrationshintergrund. Die Stadt hatte die Impfaktion auch mit Aufrufen in verschiedenen Sprachen beworben.

Impfstoff von Johnson & Johnson verimpft

Bis zum Sonntagmittag wurden rund 1.800 Dosen des Impfstoffherstellers Johnson & Johnson bei der Aktion verimpft, sagte die Ludwigshafener Sozialdezernentin Beate Steeg (SPD). Der Impfstoff muss nur einmal verimpft werden.

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Ortsvorsteher in Nord: "Gute und wichtige Aktion"

Ortsvorsteher Gürsoy (SPD), zeigte sich zufrieden mit der Impf-Aktion. Es sei eine "gute und wichtige Aktion" gewesen, sagte er am Sonntag auf einer Pressekonferenz. Die geimpften Personen seien "sehr erfreut" gewesen, "direkt vor der Haustür geimpft werden zu können". Er könne sich gut vorstellen, dass bei einer zweiten Impfaktion mehr Menschen teilnehmen würden.

Oberbürgermeisterin Steinruck zieht Bilanz

Impfen lassen konnte sich nur, wer im Stadtteil lebt. Man habe auch ein paar Menschen wegschicken müssen, die nicht aus dem Stadtteil kommen, sagte Steeg. In Nord-Hemshof waren die Corona-Zahlen in den vergangenen Wochen sehr hoch.

Nach dem ersten Impftag bilanzierte die Oberbürgermeisterin der Stadt, Jutta Steinruck (SPD): "Im Kampf gegen das Coronavirus zählt jede einzelne Impfung."

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Auch Sonderimpfaktion in Worms

Auch in Worms gab es am Sonntag eine Sonderimpfaktion. Hier wurden Menschen in besonders engen Wohnverhältnissen und besonderem Erkrankungsrisiko angeschrieben und zu der Impfaktion eingeladen. Gespritzt wurde auch hier der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson, der nur einmal verabreicht werden muss.

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