Pressekonferenz zum Festival des Deutschen Films in Ludwigshafen (Foto: SWR)

Kurz vor der Eröffnung

Shitstorm wegen 2-G-Regelung bei Filmfestival in Ludwigshafen

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Das Festival des Deutschen Films auf der Parkinsel wird am kommenden Mittwoch eröffnet. Auf die Ankündigung, dass nur Geimpfte und Genesene auf das Gelände dürfen, gab es heftige Reaktionen.

Vor allem im Internet habe es starke Kritik gegeben, so der Leiter des Festivals des Deutschen Films, Michael Kötz. Es sei ein regelrechter "Shitstorm" gewesen. Nach Angaben des Festival-Leiters sei diese Kritik an der 2-G-Regelung aber von Leuten aus ganz Deutschland gekommen, die das Festival wohl noch nie selbst besucht hätten. Die Kritiker hätten offenbar auf eine Pressemitteilung reagiert.

Das Filmfestival auf der Parkinsel wird am kommenden Mittwoch eröffnet. Von den 300 Gästen aus der Filmbranche seien fast alle geimpft oder genesen. Aus Hygieneschutzgründen wird das Festivalgelände in sieben einzelne Bereiche aufgeteilt. Die Veranstalter hoffen, dass trotz der Corona-Einschränkungen bis zum 19. September mehr als 80.000 Besucher nach Ludwigshafen kommen. Gezeigt werden mehr als 70 Filme.

Kötz wäre 3G lieber gewesen

Dem Festival-Leiter wäre es lieber gewesen, wenn auch Gäste mit negativem Corona-Test kommen könnten. Da habe aber die Stadt Ludwigshafen nicht mitgemacht. Das Land habe der Stadt die Verantwortung mit der neuen Corona-Verordnung nicht abgenommen. Man habe eine Lösung finden müssen, mit der die Stadt sich ein bisschen in Sicherheit wiegen kann, und das sei 2 G. Auch die Aufteilung des Geländes in Einzelbereiche, die nochmal getrennt kontrolliert werden, gehöre zu dem Konzept und damit ist es das Festival in den Augen von Michael Kötz so sicher, wie man es nur irgendwie machen kann.

Hardeck: Einschränkungen für Nichtgeimpfte "unvermeidlich"

Nach Einschätzung des Festival-Chefs nehme Ludwigshafen mit seinem Vorgehen eine Art Vorreiterrolle ein. Das bestätigt auch Jürgen Hardeck, Staatssekretär im Mainzer Kulturministerium. Es gebe eine Tendenz zu der Regelung, dass Geimpfte und Genesene gewisse Vorteile genießen. Das sehe man in Hamburg, Berlin und Baden-Württemberg. Natürlich wolle man Nichtgeimpfte nicht vom gesellschaftlichen Leben ausschließen. Dennoch wird es künftig Unterschiede geben. Das sei unvermeidlich.

Kaum negative Reaktionen der Festival-Fans

Festivalleiter Michael Kötz sagt: Bislang hätten nur wenige Besucher ihre Tickets zurückgegeben, weil sie nicht geimpft oder genesen sind. Und auch die 300 Gäste aus der Filmbranche – darunter viele Stars – seien zu 99 Prozent geimpft. Einige könnten aber wegen der 2-G-Regelung nicht kommen – darunter auch eine Berühmtheit.

Was auf jeden Fall vom 1. bis 19. September auf der Parkinsel nicht leiden soll: Die Nähe zu den Stars, verspricht Festival-Chef Michael Kötz. Bis auf 1,50 könne man auf jeden Fall heran und er ist sicher, dass auch Autogramme möglich sein werden.

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SWR