Schwimmbäder in Rheinland-Pfalz zeigen sich mit den ersten Ferienwochen zufrieden (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/dpa | Swen Pförtner)

Kühleres Wasser und kürzeres Duschen

Gestiegene Energiekosten: So reagieren die Schwimmbäder in der Pfalz

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Die Schwimmbäder in der Vorder- und Südpfalz reagieren auf stark steigende Energiekosten und die drohende Gasknappheit. Das Stadionbad in Neustadt beispielsweise hat die Wassertemperatur gesenkt.

In Neustadt baden und schwimmen die Gäste jetzt bei Temperaturen zwischen 25 und 26 Grad – anstatt wie sonst zwischen 26 und 27 Grad. Die zuständigen Stadtwerke wollen auch im Sommer die Wassertemperatur um ein Grad senken.

Im Freizeitbad in Grünstadt soll nach eigenen Angaben demnächst ein Notfallplan ausgearbeitet werden – für den Fall, dass in Deutschland das Gas aus Russland knapp wird oder ausbleibt und das Schwimmbad nicht mehr versorgt werden kann.

Freibad in Deidesheim öffnet eventuell später

Vor der bald startenden Saison gibt es im Freibad Deidesheim Überlegungen, den Energieverbrauch nach unten zu drücken. Eventuell werde das Bad etwas später öffnen. Außerdem sollen die Besucher darum gebeten werden, nicht allzu lange unter den warmen Duschen zu stehen. Der Betreiber denkt außerdem darüber nach, die Gäste für das Duschen zahlen zu lassen.

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Im Rhein-Pfalz-Kreis gibt es vier Kreisbäder in Mutterstadt, Maxdorf/Lambsheim, Römerberg und Schifferstadt. Nach Angaben der Kreisverwaltung sind die vor allem auf Familien und Senioren ausgerichtet, auch Schul- und Kita-Klassen kommen regelmäßig. Das bedeute für den Kreis, dass die Senkung der Temperatur nur sehr eingeschränkt möglich ist. Die Freiluftbecken erst später in der Saison zu öffnen, sei auch keine Option, da man den Menschen nicht noch mehr Einschränkungen nach der Corona-Zeit zumuten wolle.

Rhein-Pfalz-Kreis: Sauna nur teilweise nutzbar?

Allerdings überlege man, bei den Saunen Energiekosten einzusparen. Die Öfen der Saunen werden mit Strom geheizt, hier sehe man die Möglichkeit, Kosten einzusparen. Zum Beispiel, indem die ganzjährig geöffneten Saunen in den Sommerferien nur teilweise nutzbar sind – da sei allerdings noch nichts entschieden.

Landau: Auch Wasserchemie und Ersatzteile teurer

Die Beheizung der Becken des Freibads LA OLA in Landau erfolgt laut Stadt hauptsächlich mit einem Biomassekraftwerk und über Solarabsorber auf den Wirtschaftsgebäuden des Freibads. Es bestehe daher keine direkte Abhängigkeit von Gas.

Die Preise seien allerdings nicht nur bei den fossilen Brennstoffen gestiegen, sondern auch im Bereich der Wasserchemie und bei der Versorgung mit Ersatzteilen. Kurzfristig seien im LA OLA Freizeitbad keine Preiserhöhungen für die Besucher geplant, man müsse aber die Entwicklung im Jahresverlauf beobachten.

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