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In Germersheim betreuen mehr als 20 Helfer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) die aus Angst vor dem Coronavirus aus China ausgeflogenen Deutschen. Für die DRK-Mitarbeiter bedeutet das zwei Wochen ohne engste Angehörige.

24 Freiwillige des DRK haben sich bereit erklärt, gemeinsam mit den Rückkehrern die Quarantäne in der Südpfalz-Kaserne zu verbringen. Sie bleiben ebenso lange dort wie die Betroffenen. "Wir sind grundsätzlich startklar", sagte Roland Lipp, Abteilungsleiter der Nationalen Hilfsgesellschaft Rheinland-Pfalz.

Saniertes Gebäude der Südpfalz-Kaserne (Foto: SWR)
Die Südpfalz-Kaserne wurde in den vergangenen Jahren für 80 Millionen Euro renoviert. Sie ist ein Ausbildungsstandort für die Luftwaffe. Bild in Detailansicht öffnen
Wo normalerweise Soldaten wohnen... Bild in Detailansicht öffnen
...sollen jetzt Zivilisten untergebracht werden. Bild in Detailansicht öffnen
In dem grundsanierten Gebäude stehen 128 Zimmer bereit. Bild in Detailansicht öffnen
Alle Räume sind mit Dusche und WC ausgestattet. Bild in Detailansicht öffnen
Für die medizinische Betreuung ist das Rote Kreuz zuständig. Ein Arzt und sechs Pfleger sollen sich rund um die Uhr um die Isolierten kümmern. Bild in Detailansicht öffnen

Von Familie und Freunden getrennt

Einfach wird es für die Freiwilligen nicht. 14 Tage seien die Freiwilligen von ihrem Zuhause, von ihrer Familie und der Umwelt abgeschottet, so Lipp. "Wir müssen selbst erst lernen, damit umzugehen." Urlaub müssen die Helfer für ihren Einsatz nicht nehmen. "Für den Dienstausfall wird bezahlt", sagt Lipp. Die Helfer vom Deutschen Roten Kreuz sind von ihren Arbeitgebern freigestellt.

Für die DRK-Helfer ist das ein besonderer Einsatz. "Ich bin schon sehr lange beim Roten Kreuz, 39 Jahre. Ich habe noch nichts Ähnliches erlebt", sagt Lipp im SWR-Interview. "Das wird sicherlich eine ganz andere Einsatzvariante als wir sie bisher kennen."

Die Bundeswehr stellt für die Aktion ein grundsaniertes Gebäude in der Kaserne zur Verfügung. Dort gibt es 128 Einzelzimmer inklusive Dusche und WC.

Quarantäne in Südpfalz-Kaserne Coronavirus-Infizierten in Frankfurter Uniklinik geht es "sehr gut"

Den zwei am Coronavirus erkrankten Wuhan-Rückkehrern geht es aus Sicht der behandelnden Ärzte "sehr gut". Sie waren am Sonntag von der Kaserne in Germersheim zur Behandlung in die Frankfurter Uniklinik gebracht worden.  mehr...

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