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Auf den Strecken der privaten Bahnbetreiber Vlexx und Transregio fallen in Rheinland-Pfalz immer wieder Züge aus oder kommen zu spät, weil Personal fehlt. Das soll eine neue Quote für Lokführer und Azubis ändern.

Ein Lokführer in einem IC (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)
Die Deutsche Bahn hat 2019 eine große Einstellungsinitiative gestartet. Private Bahnunternehmen sollen mit einer Quote dazu gebracht werden, mehr Personal einzustellen. picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa

Bei künftigen Ausschreibungen für die Strecken von privaten Bahnunternehmen wie Vlexx und die Mittelrheinbahn werden verbindliche Reservequoten für Lokführer verlangt. Das haben der für den regionalen Zugverkehr zuständige Verband ZSPNV Süd und Vertreter der Kommunen bei ihrem Verbandstreffen in Neustadt an der Weinstraße am Mittwoch beschlossen.

ZSPNV: Bahnunternehmen sollen mehr Personal einstellen

Außerdem sollen die Verkehrsunternehmen mit Ausbildungsquoten dazu gezwungen werden, mehr Personal einzustellen. Diese Vorgabe sei für alle bindend und müsse Bestandteil des Angebotes sein, betonte ZSPNV-Süd-Geschäftsführer Michael Heilmann.

Bei Vlexx gelten wegen des Personalmangels zurzeit Notfahrpläne. Etwa zehn Prozent der Verbindungen fallen aus. Betroffen ist unter anderem die Nahestrecke zwischen Saarbrücken und Mainz. Auch bei Transregio gilt ein reduzierter Fahrplan.

Vlexx und Co. müssen für Zugausfälle zahlen

Der ZSPNV Süd weist darauf hin, dass das allein eine Entscheidung der privaten Bahnunternehmen sei. Bei unpünktlichen Zügen und Ausfällen würden Vertragsstrafen erhoben. "Wir haben keine Züge abbestellt, sondern sogar zwischen Alzey und Kirchheimbolanden selbst für ein Ersatzkonzept gesorgt", erklärte Heilmann.

Auf seiner Versammlung in Neustadt an der Weinstraße beschloss der Zweckverband zudem, dass Loks ab 2023 schrittweise von Diesel- auf klimafreundlichen Elektroantrieb umgestellt werden sollen. Dadurch könne der CO2-Ausstoß um rund 64 Prozent verringert werden, hieß es.

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18:00 Uhr
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SWR Fernsehen RP

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