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Das Kirchengeläut in Landau während einer rechten Kundgebung Ende vergangenen Jahres hat keine rechtlichen Konsequenzen. Die Staatsanwaltschaft Landau hatte aufgrund einer Anzeige ermittelt und diese Ermittlungen jetzt eingestellt.

Die Staatsanwaltschaft Landau ermittelt nicht weiter gegen den Dekan. Sie hat ihre Ermittlungen zum Glockengeläut der Stiftskirche während einer Kundgebung Ende vergangenen Jahres jetzt eingestellt. Nach Angaben der Leitenden Oberstaatsanwältin konnte nicht nachgewiesen werden, dass damit eine Versammlung des rechtsgerichteten Frauenbündnis Kandel vor der Landauer Kirche unmöglich gemacht werden sollte. Somit sei der Straftatbestand einer „groben Störung“ nicht erfüllt.

Das Läuten als Botschaft des Friedens

Der Dekan der Kirchengemeinde habe das Läuten der Glocken als Botschaft des Friedens gesehen. Damit sei es als freie Meinungsäußerung zu werten. Anfang November hatten die Glocken in der Landauer Stiftskirche eine Viertelstunde lang geläutet, während vor der Kirche Teilnehmer des Frauenbündnisses ihre Reden hielten.

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