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Am Landgericht Frankenthal musste sich am Dienstag eine mutmaßliche Bande von Geldautomaten-Sprengern verantworten. Die Staatsanwaltschaft Landau wirft den Angeklagten vor, in der Südpfalz einen Geldautomaten in die Luft gesprengt zu haben.

Zudem sollen die Angeklagten eine weitere Sprengung in Mommenheim (Kreis Mainz-Bingen) geplant haben.

Angeklagte wollen gestehen

Wie der Vorsitzende Richter mitteilte, haben sich alle Beteiligten auf einen Strafrahmen geeinigt, innerhalb dessen das Gericht das Strafmaß festlegt. Bedingung dafür sei, dass die Angeklagten ein umfassendes Geständnis ablegen. Dazu hatten sie sich von sich aus bereit erklärt.

Den beiden Männern, die in Rohrbach (Kreis Südliche Weinstraße) einen Geldautomaten gesprengt haben sollen, droht eine Haftstrafe zwischen drei und fünf Jahren. Ihre beiden Komplizen, die an der versuchten Sprengung in Mommenheim beteiligt gewesen sein sollen, erwarte ein geringeres Strafmaß.

Gesprengter Geldautomat in Rohrbach im Landkreis Südliche Weinstraße (Foto: SWR)
Gesprengt: Geldautomat in Rohrbach (Südliche Weinstraße)

Geldautomat in Rohrbach gesprengt - keine Beute

Zwei der insgesamt vier Männer sollen im vergangenen Sommer auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums in Rohrbach einen Geldautomaten mit Gas in die Luft gesprengt haben. Sie mussten aber ohne Beute fliehen, weil der Tresor intakt blieb. Der Schaden soll rund 160.000 Euro betragen.

Limburgerhof

Fünf Sprengungen in der Südpfalz In der Vorder- und Südpfalz wurden 2020 viele Geldautomaten gesprengt

Im vergangenen Jahr wurden nach SWR-Recherchen in der Vorder- und Südpfalz vermehrt Geldautomaten gesprengt. Die Zahl der Sprengungen in ganz Rheinland-Pfalz liegt 2020 auf einem Rekordhoch.  mehr...

Prozess von Landau zum Landgericht Frankenthal verlegt

In einer Septembernacht sollen die beiden Männer mit den zwei ebenfalls angeklagten Komplizen geplant haben, einen Automaten auf einem Supermarkt-Parkplatz in Mommenheim zu sprengen. Das Vorhaben scheiterte aber laut Anklage, weil die Parkplatz-Beleuchtung automatisch ansprang. Wegen der großen Zahl an Beteiligten wurde der Prozess von Landau nach Frankenthal verlegt.

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