Dampflokomotiven bei Museumsfest Friesenheim (Foto: SWR)

Mehr als Hundert Jahre unter Dampf

Historische Modellbahnausstellung in Freinsheim

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Janosch Beyer
Porträt von SWR Reporter Janosch Beyer (Foto: Dennis Bartel)

Bis zu 120 Jahre alt sind die Modelleisenbahnen, die am Wochenende in Freinsheim (Kreis Bad Dürkheim) ausgestellt wurden. Die Dampf-, Elektro- und Uhrwerkszüge der Firma Bing funktionieren immer noch.

Dampflokomotiven beim Museumsfest Friesenheim (Foto: SWR, Dampflokomotiven beim Museumsfest Friesenheim)
Dampflokomotiven beim Museumsfest Friesenheim

Für Uwe Groll ist sein Hobby zur Berufung geworden. Der 56-jährige sammelt leidenschaftlich Spielwaren der Firma Bing. Die hat bis 1932 Modelleisenbahnen, Dampfmaschinen oder Blechautos hergestellt. Einmal im Jahr baut Groll gemeinsam mit anderen Sammlerinnen und Sammlern für das Museumsfest in Freinsheim Modellbahnstrecken im Von-Busch-Hof auf.

Am Wochenende präsentierten die 30 Austellerinnen und Austeller sechs verschiedene Strecken. Dort fuhren die technisch ausgefeilten Sammlerstücke ihre Kreise - von der aufziehbaren Lok bis hin zur Dampfmodelleisenbahn.

Freinsheim: Begeisterung bei den zahlreichen Besuchern

Überall waren Kinder mit ihren Großeltern unterwegs. Während die älteren in Kindheitserinnerungen schwelgten, konnten sich die Kleinen nicht von den Eisenbahnen losreißen.

Für Uwe Groll ist es genau das, was er sich wünscht: "Ich freue mich unglaublich, wenn ich hier Drei- bis Vierjährige mit den Nasenspitzen an den Lokomotiven stehen sehe. Wenn dann noch Oma und Opa dabei sind und auch begeistert sind, dann haben wir genau das erreicht, was wir hier alle gemeinsam erreichen wollen.“

Dampflokomotiven beim Museumsfest Friesenheim (Foto: SWR, Dampflokomotiven beim Museumsfest Friesenheim)
Dampflokomotiven beim Museumsfest Friesenheim

Sammlung des Pfälzers vielleicht bald in Jerusalem

Die Ausstellung mit den Werken der Firma Bing ist Grolls Lebenswerk. Inzwischen stehe er in regem Austausch mit den Erben der Bing-Werke in Israel und in den USA. Die jüdische Familie wurde nach der Insolvenz der Nürnberger Firma 1932 enteignet. Das NS-Regime zerschlug die Reste der Firma und verkaufte sie.

Sammler Groll hat schon die nächsten Projekte vor Augen. Derzeit sei ein israelisches Filmteam dabei, einen Dokumentarfilm zur Firma Bing zu drehen. Außerdem führe er Gespräche mit dem Israel-Museum in Jerusalem. Dort könnte ein Teil seiner eigenen Sammlung demnächst als Dauerleihgabe zu sehen sein.

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