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Die Lebenshilfe Bad Dürkheim muss einen fristlos entlassenen Mitarbeiter weiter beschäftigen, dem wegen seiner politischen Haltung gekündigt worden war. Das hat das Arbeitsgericht Ludwigshafen entschieden, wie ein Sprecher auf SWR-Anfrage bestätigte. Die Lebenshilfe Bad Dürkheim hatte den Mann vor einem halben Jahr fristlos gekündigt. Seine rechtsradikale Gesinnung sei mit den Werten der Behinderteneinrichtung unvereinbar. Wie ein Sprecher der Lebenshilfe mitteilte, hat der 39-Jährige in seiner Freizeit regelmäßig an rechtsextremen Demonstrationen teilgenommen. Bei seiner Arbeit mit Behinderten habe er sich nichts zu Schulden kommen lassen. Ob der Mann wieder in seinem alten Arbeitsbereich arbeiten soll, sei noch unklar. Wie der Sprecher weiter mitteilte, werde die Lebenshilfe die Urteilsbegründung zunächst sorgfältig prüfen. Erst danach soll entscheiden, ob sie das Urteil akzeptieren oder Berufung einlegen.

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