Mutmaßliches Opfer revidiert Aussage

Nonne aus Speyer unter Missbrauchsverdacht: Ermittlungen eingestellt

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Nach monatelangen Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen eine Nonne eingestellt. Der Vorwurf lautete: Sie habe vor fast 30 Jahren einen Jungen in einem Kinderheim sexuell missbraucht. Jetzt hat das mutmaßliche Opfer seine Aussage verändert.

Nach Angaben des Leitenden Oberstaatsanwalts in Frankenthal, Hubert Ströber, vom Dienstag erklärte das mutmaßliche Opfer, ein heute 36-jähriger Mann,  bei seiner Vernehmung, er sei zwar von der Ordensschwester im Kinderheim der Niederbronner Schwestern in Speyer geschlagen und gedemütigt worden.  Die beschuldigte Nonne sei ihm gegenüber jedoch nie sexuell übergriffig geworden.

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Staatsanwaltschaft: Von Berichterstattung "mitreißen" lassen

Vergangenes Jahr im Oktober hatte der Mann noch in einem Zeitungsinterview über wiederholten sexuellen Missbrauch ab 1995 berichtet. Der SWR hatte auch darüber berichtet. Der 36-Jährige habe sich offenbar durch die Berichterstattung "mitreißen" lassen, so Oberstaatsanwalt Ströber. Bereits 2020 hatten mehrere teils schwer Traumatisierte unabhängig voneinander berichtetet, in Speyer vom früheren Generalvikar des Bistums vergewaltigt worden zu sein. Die Tatvorwürfe wegen Demütigung und Misshandlung, die der Mann erhoben hatte, sind den Angaben zufolge verjährt.

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Bistum Speyer: "Konsequente Aufarbeitung" der Vorwürfe

Auf Nachfrage beim Bistum sagte Sprecher Markus Herr dem SWR, man arbeite seit 2018 konsequent an einer Aufarbeitung der Missbrauchsvorwürfe. Zuletzt war 2021 eine unabhängige Aufarbeitungskommission gegründet worden. Die hat die Aufgabe, in umfassender Recherchearbeit Täter, Opfer, Zeugen und Dokumente zu ermitteln, sowie Strukturen zu identifizieren, die den Missbrauch ermöglichten oder leichter machten. Die Hoffnung sei, dass die Aufarbeitungskommission zu glaubhaften Ergebnissen komme. Das Bistum Speyer bittet unabhängig davon weiterhin Missbrauchsofer, sich zu melden.

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