Metropolhochhaus liegt jetzt im Zeitplan

Erst Bunker-Abriss, dann Hochhausbau

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Nachdem im Mai endlich mit den Bauarbeiten am Berliner Platz in Ludwigshafen begonnen wurde, scheinen die Arbeiten nur langsam voranzukommen. Der Bauunternehmer erklärt, wieso das so ist.

Obwohl am Berliner Platz 2015 bereits die sogenannte "Tortenschachtel" abgerissen wurde, muss nun weiter erst einmal abgerissen werden, bevor das geplante Metropolhochhaus in die Höhe wachsen kann. Unter dem Berliner Platz befindet sich nämlich ein Bunker aus dem 2. Weltkrieg.

Am Berliner Platz in Ludwigshafen stehen Bagger in der Baugrube. (Foto: SWR)
Unter dem Berliner Platz muss erst noch ein Weltkriegsbunker weichen.

Den Bunker abzureißen sei im Bauplan des Metropolhochhauses von Anfang an mit eingeplant gewesen, sagt Stephan Mertens des Bauunternehmens Timon-Bauregie. Die Abrissarbeiten würden im Zeitplan liegen und sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Abbruch müsse effizient und lärmschonend ablaufen

Um die Lärmbelastung für die Anwohner gering zu halten, könne täglich nur von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr gearbeitet werden, so Mertens. Dazu würde das neueste Abbruchgerät genutzt, dass sowohl ein zügiges Vorankommen als auch leiseres Arbeiten ermögliche.

Aktuell würden die über 2,50 Meter dicke Bunkerdecke aus Beton und viel Stahl abgetragen werden. Parallel zum Abriss der Bunkerwände soll ab September oder Oktober mit einer Umbauung die Baugrube senkrecht abgesichert werden.

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Metropolhochhaus Ludwigshafen Der lange Weg zum neuen Hochhaus am Berliner Platz

Die unendliche Geschichte des Metropol-Hochhauses: 2015 wurde mit den Bauarbeiten begonnen, 2018 sollte alles eröffnet werden. Vier Jahre später ist die Projektgesellschaft insolvent. Eine Chonologie der Ereignisse.

Weniger Bohrpfähle nötig als geplant

Sobald die Baugrube Ende des Jahres bereit sei, beginne die Baufirma mit der sogenannten Tiefengründung. Dazu werden knapp 70 Bohrpfähle im Untergrund angelegt. Ursprünglich waren über 130 geplant. Diese Menge habe man statisch optimieren können, so Mertens. Seien diese eingebracht, könne im Frühjahr 2022 der Kellerboden gelegt werden und dann mit dem eigentlichen Bau in die Höhe begonnen werden.

Geplant ist die Fertigstellung des Metropolhochhauses Ende 2023. Stephan Mertens von Timon-Bauregie rechnet damit, dass die etwa zwei Jahre Bauzeit dazu eingehalten werden können. Ein weiterer Antrieb zur pünktlichen Fertigstellung sei zudem der anstehende Bau der Hochstraße Süd, deren Baustelle direkt angrenzend am Berliner Platz verlaufen wird.

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