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Die evangelische und die katholische Kirche in der Pfalz lehnen die geplante Neuregelung zur Organspende ab. Nach dem Entwurf durch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gilt jeder Mensch automatisch als Organspender, sofern er nicht ausdrücklich widersprochen hat. Diese Widerspruchslösung sei ethisch, rechtlich und seelsorglich hoch problematisch, erklären sowohl der Präsident der evangelischen Kirche der Pfalz, Christian Schad, als auch der katholische Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann. Notwendige Bedingung für eine Organspende ist aus Sicht der Kirchenvertreter, dass sich Spender vorher informieren und ausdrücklich ihre Einwilligung erklären. Diese Entscheidung nur durch eine "vermutete Zustimmung" zu ersetzen, sei nicht verantwortbar, so Schad und Wiesemann.

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