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Die Lebenshilfe Bad Dürkheim hat nun doch einen Mitarbeiter wegen seiner rechtsextremen Gesinnung gekündigt. Zuerst war der Betriebsrat der Behindertenhilfe mit dem Rauswurf nicht einverstanden.

Der Mann habe sich aktiv an Demonstrationen und Aufmärschen beteiligt, die von rechtsextremen Gruppierungen organisiert würden. Das sei mit den Werten der Lebenshilfe Bad Dürkheim unvereinbar, erklärten die Geschäftsführer der Behindertenhilfe dem SWR. In einem Statement auf der Homepage des Vereins heißt es: "In mehreren Gesprächen hat er uns seine politisch rechtsextreme Gesinnung bestätigt und mitgeteilt, diese auch weiterhin in der Öffentlichkeit ausleben zu wollen."

Kündigung des Mitarbeiters nicht einfach

Die Kündigung des Mitarbeiters sei nicht einfach gewesen. Erstens sei der Mitarbeiter Mitglied des Betriebsrats gewesen, zweitens habe man ihm bezüglich seiner Arbeit im Wohnheim der Lebenshilfe Bad Dürkheim keinerlei Vorwürfe machen können. Der 39-Jährige habe die Kündigung nicht akzeptieren wollen. Außerdem hatte der Betriebsrat der Lebenshilfe seine Zustimmung zur Kündigung verweigert.

Aktiv an rechten Aufmärschen beteiligt

Auch wenn sich die Lebenshilfe rechtlich vielleicht auf dünnem Eis bewege und man mit einer Klage vor dem Arbeitsgericht rechnen müsse, wolle man mit der Kündigung Haltung zeigen, so die Geschäftsführung.

Der 39-Jährige war öfter bei Neonazi-Aufmärschen fotografiert worden und bekannte sich auch zu seiner rechtsextremen Gesinnung.

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