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Eine Landauer Lehrerin, die wegen rechtsgerichteter Aktivitäten in die Kritik geraten war, ist nach SWR-Informationen vorerst vom Unterricht freigestellt. An insgesamt drei Schulen in Landau hatte es Proteste gegen die Frau gegeben.

Um den Schulfrieden wiederherzustellen, wird die Lehrerin vorerst nicht mehr unterrichten, sondern andere Aufgaben übernehmen. Welche Aufgaben dass sein werden, dazu gab die zuständige Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier keine Auskunft. Denkbar seien unter anderem Verwaltungsaufgaben, schulstatistische Arbeiten oder auch dass die Lehrerin im Homeoffice Schulstunden vorbereitet.

Disziplinarverfahren möglich

Die Schulbehörde prüft derzeit, ob sie ein Disziplinarverfahren gegen die Beamtin einleitet. Ziel der Prüfungen sei, zu klären, ob die Lehrerin gegen Prinzipien der freiheitlich-demokratischen Grundordnung in Deutschland verstoßen habe. Die Lehrerin fällt öffentlich und in den sozialen Medien immer wieder mit rechtsgerichteten Äußerungen auf - unter anderem bei Demonstrationen im südpfälzischen Kandel.

Als Konsequenz aus einem Disziplinarverfahren könnte der Lehrerin beispielsweise das Gehalt gekürzt werden, sie könnte zurückgestuft oder auch vollständig aus dem Dienst entfernt werden.

Bereits in der Vergangenheit war die Frau mehrfach überprüft worden. Verstöße gegen das Beamtenrecht hatten sich nach Angaben der ADD dabei nicht nachweisen lassen.

Eltern protestieren gegen Einsatz der Lehrerin

Die Lehrerin war zum neuen Schuljahr zunächst an zwei Landauer Grundschulen abgeordnet worden. Dagegen hatten zahlreiche Eltern protestiert. Um den Schulfrieden wiederherzustellen, hatte die ADD dann entschieden, dass die Frau nur noch an ihrer Stammschule, einer Landauer Förderschule, eingesetzt werden darf. Auch dort gab es Protest. Daraufhin hatte die ADD entschieden, dass die Lehrerin auch an der Förderschule erstmal nicht mehr unterrichten darf.

Schuldezernent befürwortet Entscheidung der ADD

Der Landauer Schuldezernent Maximilian Ingenthron (SPD) nannte die Entscheidung der ADD angemessen. Auch an ihn hätten sich viele besorgte Eltern gewandt. Nun könne die Schule zum Alltag zurückkehren.

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