Tecno-Party mit Teilnehmern (Foto: Imago, Hans Lucas)

Förderung für Techno-Festival

"Blies-Festival" Ludwigshafen: Ärger um 70.000 Euro-Zuschuss der Stadt

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Ludwigshafens Kulturdezernentin Cornelia Reifenberg (CDU) wehrt sich gegen den Verdacht, sie hätte ihren Sohn mit städtischen Zuschüssen begünstigt. Anlass ist eine geplante Musikveranstaltung.

Die Stadt soll die Techno-Musikveranstaltung am Strandbad Blies in Ludwigshafen am kommenden Wochenende mit 70.000 Euro gefördert haben. Nach Angaben der SPD im Ludwigshafener Stadtrat wird das "Blies-Festival" von einer Projektgruppe organisiert. Hinter der Projektgruppe stehe allerdings ein Unternehmen, in dem der Sohn der Bürgermeisterin Mitgesellschafter sei. Die SPD-Fraktion im Stadtrat bezeichnet den Vorgang als unglücklich und fordert Aufklärung, wie bereits der Mannheimer Morgen berichtet hat.

"Ich persönlich unterstelle Frau Reifenberg nicht, das die Zahlung der Fördersumme darauf abzielt ihren Sohn zu begünstigen. Aber der Vorgang ist komisch und unglücklich und deshalb fordern wir, dass alle offenen Fragen im Kulturausschuss geklärt werden.

Kulturausschuss an Entscheidung nicht beteiligt

Es müsse insbesondere geklärt werden, wer den Förderbetrag freigegeben hat und warum der Kulturausschuss an der Entscheidung nicht beteiligt wurde. Bürgermeisterin Cornelia Reifenberg weist die Vorwürfe zurück. Ihr Sohn habe als DJ zwar Kontakte zu den beteiligten Künstlern hergestellt. Profitieren von der Veranstaltung würde er aber nicht.

Festival für Künstler von außerhalb

Der SPD-Fraktionsvorsitzende David Guthier kritisiert darüber hinaus, dass ein hoher Förderbetrag für ein Festival ausgegeben wird, bei dem nur Künstler profitieren, die nicht aus Ludwigshafen kommen. Wenn Kulturschaffende aus Ludwigshafen Fördermittel beantragen, heißt es laut Guthier im Rathaus immer, dafür sei kein Geld da.

In einer Sondersitzung des Kulturausschusses am Donnerstag will Bürgermeisterin Reifenberg öffentlich zu dem Vorwürfen Stellung nehmen.

Strengere 3-G-Regel für Blies-Festival

Das Festival wurde unter strengen Corona-Auflagen genehmigt: Als Auflage für die Sondergenehmigung des Gesundheitsministeriums gilt eine verschärfte 3-G-Regel: Jeder Konzertgast muss vor dem Zutritt einen Corona-Test machen - dies gilt nach Auskunft der Stadtverwaltung auch für Geimpfte und Genesene.

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