Cyberangriff KSB (Foto: SWR)

Ermittlungen bisher erfolglos

Nach Hackerangriff: KSB fährt Produktion wieder hoch

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Nach dem Hackerangriff auf den Pumpen- und Armaturenhersteller KSB in Frankenthal hat das Unternehmen am Mittwoch seine Produktion wieder aufgenommen. Es ist weiter unklar, wer hinter der Attacke steckt.

Noch gebe es dazu keine Ermittlungsergebnisse, teilte das Polizeipräsidium in Ludwigshafen auf Anfrage des SWR mit. 100 IT-Experten von KSB hatten während der Osterfeiertage die Computer-Systeme überprüft.

Produktion läuft schrittweise wieder an

Am Mittwoch wurden nach Angaben des Unternehmens die Server schrittweise wieder hochgefahren. Pumpen und Armaturen könnten wieder produziert und Aufträge bearbeitet werden. Die Produktion lag wegen des Cyberangriffs in allen deutschen Werken seit Anfang vergangener Woche still. Nachdem das Unternehmen Unregelmäßigkeiten festgestellt hatte, wurden nach Rücksprache mit externen Spezialisten die Server vom Netz genommen, so ein Sprecher.

Bis alles wieder normal funktioniert, werde es noch etwa eine Woche dauern. Beispielsweise sei derzeit kein Home-Office möglich. Alle Verwaltungsmitarbeiter müssten an ihren Arbeitsplätzen in den Werken erscheinen. Corona-Hygienestandards seien deshalb angepasst worden.

Cyberangriff KSB (Foto: SWR)
Eine Woche lang standen die Maschinen bei KSB still.

Geringer Schaden für KSB

Der Schaden für das Unternehmen durch die Cyberattacke hält sich laut einem Unternehmenssprecher in Grenzen, da ohnehin die Osterfeiertage anstanden. So sei diese Osterruhe lediglich um ein paar Tage verlängert worden. Den Ausfall kompensiere man nun durch Zusatz-Schichten. Das Unternehmen sei schon einmal Ziel eines Angriffs gewesen, im vergangenen Jahr in einem europäischen Land. Das habe man erfolgreich bewältigt.

KSB produziert mit über 15.000 Mitarbeitern weltweit Pumpen und Armaturen und hat einen Jahresumsatz von 2,3 Milliarden Euro. Am Stammsitz in Frankenthal sind 1.700 Menschen beschäftigt.

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