STAND

Weniger Gottesdienste, weniger Geld für soziale Zwecke: Wegen der Corona-Pandemie haben die beiden Kirchen in der Pfalz weniger Geld gesammelt als erwartet. Allein im Bistum Speyer kamen in der Fastenzeit 185.000 Euro weniger zusammen als im Vorjahr.

Das Bistum Speyer geht davon aus, dass im vergangenen Jahr bei Gottesdiensten deutlich geringere Summen zusammengekommen sind. Allein bei der Kollekte für das Hilfswerk Misereor habe das Bistum rund 185.000 Euro weniger eingesammelt. Allerdings sei erfreulich, dass viele Menschen stattdessen ihr Geld direkt an Hilfsorganisationen wie Misereor gespendet hätten.

Dom in Speyer Fernansicht (Foto: SWR)
Auch im Bistum Speyer fallen die Kollekten geringer aus

Rund 100.000 Euro weniger für Landeskirche

Auch die Evangelische Kirche der Pfalz hat nach Angaben eines Sprechers weniger Geld für ihre Kollekten erhalten. Der Grund sei, dass wegen der Corona-Pandemie viele Gottesdienste ausgefallen sind oder weniger Menschen daran teilnehmen dürften. Zwar seien im vergangenen Jahr viele Spenden eingegangen. Allerdings sei es unwahrscheinlich, dass diese die Verluste bei den Kollekten und dem Opfergeld ausgleichen würden.

Von Januar bis Oktober wurden allein bei den Gottesdiensten rund 100.000 Euro weniger für die 15 Kollekten der evangelische Landeskirche eingesammelt. Die Kirche leitet das Geld zum Beispiel an die Diakonie weiter oder setzt es für die Hospizarbeit ein.

Auch weniger Opfergeld

Auch beim Opfergeld rechne die Evangelische Kirche der Pfalz mit Verlusten. Wie hoch der Ausfall ist, könne sie allerdings noch nicht sagen. Das Geld, das im Anschluss an alle anderen Gottesdienste eingesammelt wird, nennt sich Opfergeld und verbleibt bei den Gemeinden.

STAND
AUTOR/IN