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Nach dem Reitunglück nahe dem südpfälzischen Annweiler mit 20 verletzten Kindern geht die Ferienfreizeit auf dem Reiterhof heute weiter. Auch die schwerverletzten Kinder sind inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen worden.

Wie die Chefin des Hofs Andrea Berthold mitteilt, könnten Kinder, die Angst mit Pferden im Wald haben, direkt am Platz reiten. Daneben stehe auch Pferde-Pflege auf dem Programm. Am Dienstagnachmittag waren bei einem Ausritt im Wald die Pferde durchgegangen und warfen die Kinder ab. Dabei wurden 20 Kinder und die Hofbesitzerin verletzt. Zwei Mädchen kamen mit einem Rettungshubschrauber in die Klinik, auch sie konnten inzwischen entlassen werden.

Die verunglückten Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren stammen aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz und verbringen derzeit Reiterferien auf einem Pferdehof bei Annweiler. Betreuerin Janne Ullemeyer war Augenzeugin des Unglücks. Die Pferde seien plötzlich einfach losgaloppiert, sagte sie dem SWR:

War ein lauter Knall die Ursache, dass die Pferde in Panik gerieten? Wie ein Notarzt dem SWR am Dienstag noch am Unfallort sagte, habe es laut Zeugen ein lautes Geräusch gegeben, bevor die Pferde durchgegangen sind. Laut Kreisverwaltung Südliche Weinstraße steht das aber noch nicht fest.

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Zwei weitere Kinder und die Chefin des Pferdehofs, Andrea Berthold, wurden mit mittelschweren Verletzungen in umliegende Kliniken gebracht. Berthold erlitt eine leichte Gehirnerschütterung.

16 Kinder wurden leichtverletzt

Die übrigen 16 Kinder wurden nur leichtverletzt. Viele erlitten Prellungen. Die Kinder wurden nach dem Unfall psychologisch und medizinisch versorgt und konnten laut Kreisverwaltung an ihre Eltern übergeben werden.

Die Chefin des Reiterhofs kann sich nicht erklären, wodurch die Pferde am Dienstag beim Ausritt in Panik gerieten:

Katastrophenschutz im Einsatz

Nach dem Reitunfall war ein Großaufgebot mit 115 Rettungskräften vor Ort, der gesamte Katastrophenschutz des Landkreises und der Stadt Landau war bei der Versorgung der Verletzten im Einsatz. Der zuständige Dietmar Seefeldt sagte dem SWR:

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