Ein Stechmücke sitzt auf einem Arm - in Rhienland-Pfalz sind die Mückenjäger der KABS am Oberrhein unterwegs

Neuer Vertrag mit Hubschrauberunternehmen

Schnakenbekämpfung durch KABS in der Vorder- und Südpfalz wird deutlich teurer

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Nancy Lau

Die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage, kurz KABS, hat die Beiträge neu berechnet. Die 98 beteiligten Kommunen müssen 2024 mehr zahlen als dieses Jahr.

Die Schnakenbekämpfung mit dem Mittel BTI wird auch in der Vorder- und Südpfalz für die beteiligten Kommunen deutlich teurer. Das hat die KABS, die "Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage", in Speyer nach ihrer Mitgliederversammlung mitgeteilt. Der Grund für die Preissteigerung ist demnach ein Vertrag mit einem neuen Helikopterunternehmen.

KABS: Einsatz gegen Schnaken wird rund 20 Prozent teurer

Konkret müssen Kommunen aus der Vorder- und Südpfalz, die der KABS angehören, im kommenden Jahr 22 Prozent mehr für die Schnakenbekämpfung zahlen als in diesem Jahr. Für die Stadt Speyer heißt das beispielsweise, sie muss im kommenden Jahr rund 133.000 Euro zahlen und damit etwa 24.000 Euro mehr als bisher.

Der Kreis Germersheim muss circa 9.600 Euro mehr für die Schnakenbekämpfung bei der KABS zahlen als im Jahr zuvor. Die Höhe des Beitrags ist von der Einwohnerzahl abhängig.

Ein Hubschrauber der KABS bekämpft von dere Luft aus Schnaken
Mit einem Hubschraubern verteilt die KABS Eisgranulat, indem sich der Bacillus thuringiensis israelensis befindet.

"Stechmückenbekämpfung ist Frage der Lebensqualität"

Der Kreis Germersheim will trotz der höheren Kosten weiter an der Stechmücken-Bekämpfung festhalten. Landrat Fritz Brechtel (CDU) sagte dem SWR dazu, er erinnere sich noch gut an die Zeit seiner Jugend, als es die KABS noch nicht gab. Damals hätte man im Sommerhalbjahr so gut wie nicht nach draußen gehen können.

Stechmückenbekämpfung ist eine Frage der Lebensqualität und die muss für die Menschen in den Rheinanliegenden Gemeinden erhalten bleiben.

Mehr Helikopter für die KABS

Als Grund für die Preissteigerung nannte eine Sprecherin der KABS einen neuen Vertrag mit dem Unternehmen Deutschen HeliForst. Es stellt die Hubschrauber bereit, aus denen der Wirkstoff BTI abgeworfen und ausgebracht wird, der die Schnakenlarven tötet. Der Vorteil der Kooperation mit HeliForst sei, dass das neue Unternehmen mehr als zwei Helikopter einsetzen könne und es dadurch weniger Helikopterausfälle als bisher geben werde.

Was ebenfalls zur Preissteigerung beigetragen hat, sind laut KABS steigende Personalkosten und eine tarifliche Eingruppierung der Kommunalleiter.

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