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Seit zwei Jahren ist die Asiatische Tigermücke auch in der Vorder- und Südpfalz angekommen. Um zu verhindern, dass sie sich weiter ausbreitet, muss jeder Einzelne mithelfen, sagt Artur Jöst von der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS).

Entdeckt wurde die asiatische Tigermücke in Hausgärten und Kleingartenanlagen in Ludwigshafen und Germersheim. Dort legt sie ihre Eier in Regentonnen, gefüllten Gießkannen oder anderen Gefäßen ab, in denen das Wasser länger steht. Die Eier überstehen die kalten Wintermonate problemlos. Wenn es dann im Frühjahr warm genug ist, schlüpfen die Larven.

Die Mitarbeiter der KABS haben der Tigermücke nun den Kampf angesagt. Das Schwierige dabei: Um den Eindringling wirklich ausrotten zu können, müssen sie in jeden Garten, in denen sich die Mücke wohl fühlt. Dafür brauchen sie allerdings zuerst die Erlaubnis der Gartenbesitzer.

Tigermückenbekämpfung (Foto: SWR)
Die Mitarbeiter der KABS bei der Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke.

Unterstützung durch Gartenbesitzer fehlt

Beim Auftakt der Bekämpfungsaktion in Germersheim blieben einige Tore von Schrebergärten verschlossen, sagte Tigermücken-Experte Artur Jöst von der KABS in Speyer. Er und seine Kollegen hatten zusammen mit der Stadtverwaltung vor einigen Wochen bereits Flyer verteilt. Darin erklären sie, wie gefährlich die Asiatische Tigermücke ist und wie jeder Einzelne dabei helfen kann, zu verhindern, dass sich die Mückenart weiter ausbreitet.

Bekämpfung der Tigermücke ist schwierig

Die KABS-Mitarbeiter warnen: die schwarz-weiss gestreifte Tigermücke ist viel aggressiver als die bisher bei uns bekannten Steckmückenarten. Außerdem sei ihre Bekämpfung aufwendig: Alle zwei Wochen müssen die Schnakenbekämpfer den biologischen Wirkstoff BTI in alle offenstehenden Wassergefäße, gefüllte Regenrinnen oder Topfuntersetzer spritzen.

Tigermückenbekämpfung (Foto: SWR)
Ein Mitarbeiter der KABS bei der Arbeit.

Die enthaltenen Bakterien werden von den Larven der Tigermücke aufgenommen und bringen sie zum Absterben. Die aktuelle Bekämpfungs-Aktion wird noch bis Oktober dauern. Artur Jöst und seine Kollegen hoffen, dass zukünftig mehr Gartenbesitzer bereit sind, sie in ihre Gärten zu lassen.

Ludwigshafen

Ludwigshafen KABS geht gegen Tigermücke vor

Die Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage, KABS, geht zur Zeit gegen die Tigermücke in Germersheim und Ludwigshafen vor. Knapp 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind dort seit vergangener Woche im Einsatz.
Jeweils in 2er Teams durchstreifen die Schnakenbekämpfer unter anderem eine Kleingartenanlage in Germersheim, sagte ein KABS-Mitarbeiter. Dort gebe es viele Brutstätten für die Asiatische Tigermücke, wie wassergefüllte Töpfe, Untersetzer oder Kinderspielzeug. Vergangenes Jahr seien in Germersheim erstmals Eier dieser Mücke gefunden worden. Sie komme vor allem in tropischen Ländern vor und könne Krankheiten übertragen. Die Schnakenbekämpfer spritzen das biologische Mittel Bti in die Gefäße, welches die Larven abtötet. Die Tigermücken-Bekämpfung in Germersheim und im Ludwigshafener Stadtteil Melm wird noch bis Anfang Oktober fortgeführt.  mehr...

Speyer

Speyer Schnakenbekämpfung wegen Kälte eingestellt

Wegen des aktuellen Kälteeinbruchs haben die Schnakenbekämpfer der KABS ihre Arbeit vorübergehend eingestellt. Die Stechmücken-Larven haben ihren Stoffwechsel heruntergefahren und können das zum Bekämpfen verwendete biologische Protein BTI nicht fressen. Erst ab einer Durchschnittstemperatur von 10 Grad würden die Schnaken wieder aktiv, teilte die KABS auf Anfrage mit. Die diesjährige Bekämpfung hatte am 25. März begonnen, als in Tümpeln und Gräben erste Sumpfwald-Stechmücken geschlüpft waren.  mehr...

Ludwigshafen

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