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Am Mittwoch wurden bei Schweighofen (Kreis Südliche Weinstraße) 2.000 junge Lachse in der Lauter ausgesetzt. Langsam gelingt die Ansiedlung der in der Pfalz ausgestorbenen Fischart wieder.

Junglachse werden in der Lauter ausgesetzt  (Foto: SWR)
das letzte Mal für dieses Jahr wurden am Mittwoch Lachse in der Lauter ausgesetzt.

Nach Angaben der Fischereibehörde in Neustadt erfolgte die Aktion im Rahmen des Wanderfischprogramms Rheinland-Pfalz, das zum Ziel hat, den Lachs wieder in der Lauter anzusiedeln. Anfang der 90er Jahre galt der einst weit verbreitete Lachs in der Lauter als ausgestorben.

Auch Pfälzer Lachse gehen auf Wanderschaft

2004 startete die Landesbehörde mit der Wiederansiedelung. Seitdem setzt sie jedes Jahr an mehreren Stellen der Lauter Junglachse aus. Allein in diesem Jahr waren es insgesamt 40.000. Die etwa fingerlangen Fische stammen von einem elsässischen Züchter.

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Nach etwa einem Jahr wandern sie Tausende von Kilometern über Rhein und Nordsee bis in den Atlantik. Vorn dort aus kommen sie zum Laichen wieder zurück zur Lauter. Dort pflanzen sie sich fort und legen ihre Eier ab. Allerdings überlebe nur ein Bruchteil der Lachse die lange Reise. Laut Behörde werde es wohl nur jeder zweite der 2.000 zurückschaffen.

Junglachse werden in der Lauter ausgesetzt  (Foto: SWR)
Erst wenn sie älter sind, bekommen die Lachse die Fähigkeit, sowohl im Süß- als auch im Salzwasser klarzukommen und können dann wandern.

Fische mit Vaterschaftstest

Laut Fischereibehörde sind die ersten Rückkehrer bereits seit 2009 nachgewiesen. Das könne auch genau zurückverfolgt werden, erklärt Thomas Oswald, Fischerei-Referent bei der Struktur- und Genehigungsdirektion Süd (SGD) in Neustadt: "Wir haben quasi bei jedem Fisch einen Vaterschaftstest gemacht." Bei den Rückkehrern und deren Folgegenerationen kann also jeweils geprüft werden, aus welcher Aussetzungsgruppe sie stammen.

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