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Die Stadt Ludwigshafen plant, ihr Impfzentrum in der Friedrich-Ebert-Halle einzurichten - der Spielstätte des Handball-Bundesligisten Eulen Ludwigshafen. Die sind darüber überrascht.

Die Eulen Ludwigshafen bangen jetzt darum, dass sie künftig keine Heimspiele mehr austragen können, wenn die Friedrich-Ebert-Halle zu seinem Impfzentrum wird, so wie es die Stadt Ludwigshafen derzeit plant. Die Ebert-Halle ist auch jetzt in Corona-Zeiten ohne Zuschauer feste Heimspiel-Stätte der Eulen in der Handball-Bundesliga.

Vor vollendete Tatsachen gestellt

Die Entscheidung war nach Angaben eines Vereinssprechers der Eulen von der Marketing-Gesellschaft LUKOM mitgeteilt worden. Die LUKOM ist Vermieterin der Halle. Wie der Sprecher dem SWR sagte, kann das Heimspiel am Donnerstag kommender Woche gegen Minden zwar noch in der Ebert-Halle stattfinden. Was danach ist, sei jedoch unklar.

Quo vadis, Eulen?

Bislang hätten die Vereinsverantwortlichen keinen Plan B. Zwar gebe es noch die vereinseigene Halle in Friesenheim und eine Trainingshalle im Stadtteil Nord - doch die kämen als Ausweichmöglichkeiten nicht in Frage. Sie erfüllten laut Verein nicht die Vorgaben der Liga. Diese schreibt eine bestimmte Qualität und Farbe des Hallenbodens vor und auch eine ausreichende Beleuchtung.

Wichtige Einnahmen könnten wegbrechen

Die Stadt hatte 2018, unmittelbar bevor die Eulen ihre Spiele in der ersten Liga antraten, viel Geld in Boden und Beleuchtung der Ebert-Halle investiert. Dies war Voraussetzung für Fernseh-Übertragungen der Spiele, die dem Verein wichtige Einnahmen bringen.

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