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Das Neustadter Hetzelstift hat mit weniger Ärzten und Pflegepersonal den Klinikbetrieb wieder aufgenommen. Weil ein Mitarbeiter am Corona-Virus erkrankt ist, hatte die Klinik einen Tag lang keine Notfälle mehr behandelt und Besucher nicht in die Klinik gelassen.

Bei einer Pressekonferenz am Mittwoch hatte das Klinikum mitgeteilt, dass 30 Mitarbeiter unter häuslicher Quarantäne stehen. Zu Patienten, die möglicherweise betroffen sind, nimmt laut Klinik das Gesundheitsamt nun Kontakt auf.

Pressekonferenz Neustadt Corona (Foto: SWR)

In den vergangenen 24 Stunden hatte das Klinikum auf Notbetrieb umgestellt. In der Zeit wurden beispielweise neue Dienstpläne erstellt und Abläufe geändert.

Geplante Operationen ausgesetzt

Geplante Operationen waren jedoch abgesagt worden, Besuche für Patienten gab es währenddessen nur in Ausnahmefällen. Das Hetzelstift hat rund 370 Krankenhausbetten. Die Patienten wurden laut Klinik weiterhin versorgt. Seit 12 Uhr am Donerstag ist auch die Notfallversorgung des Klinikums wieder aufgenommen worden. Allerdings werden geplante Operationen am Donnerstag und Freitag noch verschoben.

Ob es sich bei dem erkrankten Mitarbeiter um einen Arzt oder eine Ärztin oder jemanden vom Pflegepersonal handelt, wollte die Klinikleitung nicht sagen. Nur soviel: Die Person habe sich vermutlich auf einer Reise mit dem hochansteckenden Corona-Virus infiziert.

Neustadt hat Fieberambulanz in Ex-Supermarkt

Seit Sonntag gibt es in Neustadt auch eine sogenannte Fieberambulanz, in der sich Corona-Verdachtsfälle testen lassen können. Sie soll niedergelassene Ärzte und Krankenhäuser entlasten. Das Test-Center wurde in einem ehemaligen Aldi-Supermarkt in Neustadt eingerichtet. Nur Bürger aus Neustadt oder dem Kreis Bad Dürkheim werden zum Test zugelassen.

Corona-Testzentrum in Neustadt (Foto: SWR)

Erst Bereitschaftsdienst anrufen

Allerdings können Bürger nicht einfach dort wie in einer Ambulanz vorbeikommen. Wer fürchtet, am Corona-Virus erkrankt zu sein und sich testen lassen will, muss zuvor den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 anrufen. Dort wird geklärt, ob mögliche Symprome des Anrufers auf eine Corona-Erkrankung hindeuten könnten. Außerdem wird gefragt, ob der Anrufer Kontakt zu Infizierten hatte oder in einem Risikogebiet unterwegs war.

Wer den Test mache, müsse nichts bezahlen, über die Kosten solle später mit den Krankenkassen verhandelt werden. Auf das Ergebnis müssten die Bürger bis zu drei Tage lang warten. Wer positiv auf Corona getestet wurde, würde von einem Arzt telefonisch informiert.

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