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In der pfälzischen Gastronomie droht wegen der Corona-Krise eine Pleitewelle. Die versprochenen und dringend benötigten November-Hilfsgelder sind noch nicht da. Bisher konnten sie noch nicht mal beantragt werden.

Nach Einschätzung des Branchenverbandes Dehoga sind über 1000 Betriebe von der Insolvenz bedroht. Die Existenz von knapp 70 Prozent der rund 1500 im Verband Dehoga organisierten Pfälzer Gastronomie-Betriebe ist momentan akut gefährdet. Von der November-Hilfe sei noch kein Cent ausgezahlt worden. Dabei hatte die Bundesregierung diese Hilfsgelder zugesagt, als die Maßnahmen vor einem Monat beschlossen worden waren. 75 Prozent des Umsatzes vom letzten November sollten ausgezahlt werden.

Endlich Hilfsgelder beantragen

Geplant ist, dass am Mittwoch ein Internetportal online geht, auf dem die Gastronomen ihre Ansprüche auf Hilfszahlungen eintragen können. Restaurant-Besitzer Hans-Günther Hornung aus Freinsheim fürchtet sonst um seine Mitarbeiter, erzählt er im SWR-Interview. Denn die Maßnahmen würden sicherlich nicht nur bis zum 20. Dezember so weitergehen, sondern bis in den Januar hinein.

Betriebe brauchen Planungssicherheit

Von der Kanzlerrunde mit den Länderchefs erwartet der Branchenvertreter deshalb eine klare Ansage, wann die Gastronomie wieder öffnen darf. Die Betriebe bräuchten Planungssicherheit, denn die Gäste würden ihren Weihnachts- oder Silvesterurlaub in der Pfalz nicht kurzfristig buchen. Seiner Aussage nach der schlimmste Fall: Wenn die Hotels und Gaststätten über die Feiertage kurzfristig wieder geöffnet wären, die Gäste dann aber fehlen.

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